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Die Königstraße ist gefährlich für Radfahrer. - © Ulf Hanke
Die Königstraße ist gefährlich für Radfahrer. | © Ulf Hanke

Löhne Warum dem ADFC in Löhne die neuen Rad-Reformen nicht weit genug geht

Ortsleiter Georg Hofemann spricht über die Vorschläge des Verkehrsministers Andreas Scheuer. Die Reformen liegen hinter den Erwartungen zurück.

Lena Kley
12.06.2019 | Stand 12.06.2019, 19:06 Uhr

Löhne. Das Verkehrsministerium hat "die größte Rad-Reform seit 20 Jahren" angekündigt – Georg Hofemann gehen die Vorschläge darin aber nicht weit genug. Der Leiter der ADFC-Ortsgruppe Löhne hatte sich mehr erhofft. Die Änderungen seien zwar nicht verkehrt, "es handelt sich aber nur um Reförmchen". Es werde nur an Stellschrauben gedreht, statt das ganze Verkehrskonzept zu überdenken. Die von Scheuer vorgeschlagenen Reformen hätten eigentlich schon längst umgesetzt werden müssen, große Veränderungen blieben aus, so Hofemann. Viele der Vorschläge, die Verkehrsminister Andreas Scheuer in seiner Rad-Reform vorlegt, hätten auch schon längst umgesetzt werden müssen. "Das der vorgegebene Abstand für Radfahrer von anderthalb Metern erst jetzt kommt, ist ein Skandal", sagt Hofemann. Denn viele Autofahrer würden besonders bei engen Stellen kaum Abstand halten. "Bei der Königstraße ist das der Fall", weiß der Ortsleiter des ADFC. Trotz des Radweges dort parken immer wieder Autos an der Seite, sodass Radfahrer sie umfahren müssen. Gerade dann passiere es häufig, dass Autos oder Lkw besonders nah an den Radfahrern vorbeiführen. Veränderungen beim Radverkehr oft abgelehnt Gerade in Löhne sei der Druck,umzudenken, nicht so hoch wie in den von Parkplatz-Mangel und Stau geplagten Großstädten. So würden Veränderungen von der Bevölkerung meist abgelehnt. Das werde bei der temporären Schließung der oberen Lübbecker Straße für Autos deutlich. Hier hatte es massiven Widerstandaufseiten der Laden-Besitzer gegeben: Sie befürchteten, dass deshalb Kunden wegbleiben. "Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie sich Menschen gegenüber solchen Veränderungen verhalten", sagt Hofemann. Bürger können Meinung in Online-Befragung weitergeben Hofemann verweist auf eine Online-Befragung zum neuen Radverkehrsplan "NRVP 3.0". Bundesminister Andreas Scheuer hat im Rahmen des Nationalen Radverkehrskongresses 2019 dazu aufgerufen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Bis zum 30. Juni können Bürger ihre Meinungen und Ideen unter zukunft-radverkehr.bmvi.de eintragen.

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