Leidenschaflich: Mit kraftvoller Stimme und faszinierender Bühnenpräsenz brachte Tom Ludwig Hits von Phil Collins und Genesis auf die Bühne. - © Sandra C. Siegemund
Leidenschaflich: Mit kraftvoller Stimme und faszinierender Bühnenpräsenz brachte Tom Ludwig Hits von Phil Collins und Genesis auf die Bühne. | © Sandra C. Siegemund

Löhne Faszinierende Nähe zum Original

Löhne feiert die Hitshow der Tributeband „True Collins“ in der Werretalhalle. Sänger Tom Ludwig macht sich Sorgen um die Einwohnerzahl von Löhne

Sandra C. Siegemund
11.02.2019 | Stand 11.02.2019, 12:09 Uhr

Löhne. Ein wahres Hitfeuerwerk zündete die Tributeband „True Collins" in der Werretalhalle. Mit Songs von Genesis und Phil Collins brachten die fünf Vollblutmusiker den Saal am Samstag zum Toben. Sie begeisterten in ihrer fast dreistündigen Show mit faszinierender Nähe zum Original. Von Licht und Bühnenbild mit dem für Phil Collins typischen Drumset bis zum Sound und kleinsten Nuancen im Gesang war die Liebe zum Detail spürbar. „Löhne, ich merke, es gefällt euch! Und ihr gefallt mir auch!" rief Sänger Tom Ludwig, als die Zuhörer der ausverkauften „Hörbar" wieder einmal in Begeisterungsstürme ausbrachen. Mit kraftvoller Stimme, sympathischer Ausstrahlung und mitreißender Bühnenpräsenz zog er das Publikum in seinen Bann. „Phil Collins hat ja auch Liebeslieder geschrieben. Sind hier Verliebte?" fragte er vor „One more night". Als nur wenige die Hand hoben, brachte er mit einem augenzwinkernden „Ich mache mir Sorgen um die Einwohnerzahl von Löhne" die Anwesenden zum Lachen. Klassiker von Genesis wie „No son of mine", „Mama", „Land of confusion", „Invisible touch" und „You can’thurry love" aus der Feder des britischen Superstars ließen die Anwesenden mitsingen, tanzen und jubeln. Tom Ludwig, Donovan Aston (Keyboard und Gesang), Ralf Oehmichen (Gitarre und Gesang), Drummer Erik Schüssler und Bassist Jörg Feser klingen wie ihre berühmten Vorbilder. Seit 13 Jahren sind sie gemeinsam als „True Collins –A Tribute to Phil Collins & Genesis" unterwegs. „Die Initiative ging damals von Erik aus. Er hatte die Idee und suchte im Raum Frankfurt nach Musikern, die das Projekt mit Leben füllen. Ich war damals solistisch in Norddeutschland mit Songs von Phil Collins unterwegs und wurde gefragt, ob ich Teil der Band werden möchte", berichtet Tom Ludwig im Gespräch mit der NW. „Anfangs mussten wir noch Akquise betreiben. Heute werden wir von Veranstaltern angesprochen", sagt der Sänger. Mittlerweile haben sich die Bandmitglieder mit ihrer Professionalität ihren eigenen guten Namen gemacht. Etwa 30 Konzerte geben „True Collins" pro Jahr, darunter Auftritte bei der Kieler Woche und dem Hamburger Hafengeburtstag. „Außerdem haben wir alle auch noch andere musikalische Projekte. So müssen wir nicht zu jedem Auftritt Ja sagen und können uns auf jedes Konzert freuen. Sonst wäre es nur ein Job, bei dem sich eine gewisse Routine einschleichen würde", sagt Ludwig. Die große Freude der fünf Profis an ihrer Musik war auch für das Publikum spürbar. „Zu meinen Lieblingssongs zählt ’No son of mine’", verriet der Leadsänger. Stilecht im Genesis-Fan-Shirt war Bettina Fischer zum Konzert gekommen. „Die sind wirklich gut. Ich bin begeistert", sagte die Herforderin, die auch das Original bereits live erlebt hat. „Ich bin schon lange Fan und kenne sämtliche Songs von Genesis und Phil Collins. Mein Lieblingslied ist ’In the air tonight’. Ich hoffe, das kommt heute noch", sagte sie. Nach der Pause erfüllte sich ihr Wunsch und wieder feierten die Löhner begeistert mit. Für mitreißende Momente sorgten auch Donovan Aston mit „Solsbury Hill" von Peter Gabriel, und das außergewöhnliche Drum-Duett von Erik Schüssler und Tom Ludwig, gespielt auf zwei Barhockern. „Ihr könnt klatschen, ihr könnt singen. Jetzt müsst ihr beides gleichzeitig. Aber keine Sorge, Tom hilft euch, das ist betreutes Singen", kündigte er das Finale an. Mit „Sussudio" brachte die Band den Saal noch einmal zum Kochen. Als besondere Überraschung erfüllten sie einen von Zuhörern in der Pause geäußerten Liedwunsch. Das Löhner Publikum feierte die Künstler und ließ sie erst nach zwei Zugaben von der Bühne. Tom Ludwig lobte die „wunderbare Backstage-Betreuung von M+S Veranstaltungen". „Danke, Löhne, ihr seid spitze!" rief er und wie ihr Vorbild verabschiedete sich „True Collins" mit „Take me home". ´ In der Reihe „Hörbar" können sich Musikbegeisterte als nächstes auf „Sexxy – Westernhagen Tribute Show" (9. März), „Goldplay – A Tribute to Coldplay" (6. April) und „Pink Trouble – A Tribute to Pink" (4. Mai) freuen. Am 11. Februar beginnt der Vorverkauf für „Dire Strats" am 1. und 2. November.

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