Großes Areal: Die Bahnanlagen am ehemaligen Ablaufhügel des Güterbahnhofs Löhne und an der Drehscheibe verfallen. - © Ulf Hanke
Großes Areal: Die Bahnanlagen am ehemaligen Ablaufhügel des Güterbahnhofs Löhne und an der Drehscheibe verfallen. | © Ulf Hanke

Löhne Bahngelände: Chancen sollen untersucht werden

Planungsausschuss: Gremium spricht sich für die Teilnahme am Flächenpool NRW aus

Dirk Windmöller

Löhne. Zwischen den Gleisen auf dem Bahngelände ist viel Platz. Und wenn die Schienen nicht im Weg wären, dann gäbe es bestimmt mindestens konkrete Ideen für eine Nutzung. Wie berichtet, plant die Stadt, sich um die Teilnahme am Flächenpool NRW zu bewerben. Falls die Bewerbung Erfolg hat, verspricht sich die Verwaltung eine konkrete Untersuchung durch die Fachleute des Flächenpools, um zu ermitteln, welche Chancen auf Entwicklung das komplizierte Gelände hat. Der Planungsausschuss hat in seiner Sitzung einstimmig entschieden, dass die Stadt sich um die Teilnahme bewerben soll. Der Kostenanteil der Stadt liegt bei 8.000 Euro. "Dieses Geld in die Hand zu nehmen, ist sehr sinnvoll. Die Landesgesellschaft ist auf solche Untersuchungen spezialisiert", sagte Baudezernent Wolfgang Helten im Ausschuss. Darüber hinaus habe man durch die Teilnahme am Flächenpool ein deutlich höheres Gewicht. "Wir als Stadt würden bei der Bahn kein Gehör finden." »Es könnte herauskommen, dass wir  Gewerbe ansiedeln oder Sonnenkollektoren aufbauen« Er sei gespannt, zu welchem Ergebnis die Untersuchung komme. "Natürlich könnte es heißen, nicht erschließbar, nicht erreichbar, kontaminiert. Es könnte aber auch herauskommen, dass wir dort Gewerbe ansiedeln, Sonnenkollektoren aufbauen oder Ausgleichsflächen schaffen können." Wichtig sei diese Untersuchung auch mit Blick auf den Landesentwicklungsplan, der als eine Zielsetzung hat, Brachflächen zu nutzen. "Und da wird uns bestimmt in absehbarer Zeit von der Bezirksregierung die Frage gestellt, was wir denn mit der Bahnbrachfläche anfangen wollen." Da sei es von Vorteil, wenn man konkrete Vorstellungen habe, die durch eine Untersuchung abgesichert seien. Alle Parteien sprachen sich dafür aus. "Wir brauchen diese Untersuchung, um zu wissen, wie es dort weitergehen kann", sagt Burkhard Schröder (SPD). Hermann Ottensmeier (LBA) hofft, dass sich die Pläne durch den kommenden Regierungswechsel im Land nicht verändern. "Da könnte es ja durch den Wahlausgang zu einer Verschiebung der Meinungen kommen."

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