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Schweigeminute: Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Nähe des Daniel-Pöppelmann-Hauses legten Bürgermeister Tim Kähler und vertreter des Kuratoriums Erinnern, Forschen, Gedenken Kränze nieder. - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp
Schweigeminute: Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Nähe des Daniel-Pöppelmann-Hauses legten Bürgermeister Tim Kähler und vertreter des Kuratoriums Erinnern, Forschen, Gedenken Kränze nieder. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Herford NS-Arzt: Seine Ehrung sorgt für neue Verdienstkreuz-Regeln

Mahn- und Gedenkstunde für Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation mit Neuigkeiten vom Bundespräsidenten. Von der Schwierigkeit, den Orden posthum abzuerkennen.

Frank-Michael Kiel-Steinkamp
05.09.2019 | Stand 05.09.2019, 17:39 Uhr

Herford. Es ist nicht möglich, das Bundesverdienstkreuz einer so geehrten Person nach deren Tod wieder abzuerkennen - egal, an welchen Verbrechen er beteiligt war. Der Fall des tief in Zwangssterilisierungen zur NS-Zeit verstrickten Herforder Amtsarztes Dr. Heinrich Siebert soll aber der Ordenskanzlei des Bundespräsidenten als Beispiel dienen, um die Verfahrensweise der höchsten Ehrung zu verändern. Das berichtete Wolf Müller vom Kuratorium Erinnern, Forschen Gedenken in seiner Rede zur alljährlichen Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit am Dienstagabend.

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