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Zwischen der Gewerkschaft Verdi und der gemeinnützigen GmbH des Vereins für soziale Arbeit und Beratung (VAB) gibt es massiven Streit. - © Verwendung weltweit
Zwischen der Gewerkschaft Verdi und der gemeinnützigen GmbH des Vereins für soziale Arbeit und Beratung (VAB) gibt es massiven Streit. | © Verwendung weltweit

Herford Gewerkschaft Verdi wirft Kita-Betreibern in Herford "Betriebsrats-Mobbing" vor

Mitglieder des Betriebsrats sollen vom Träger massiv unter Druck gesetzt worden sein. Der wehrt sich gegen die Vorwürfe – mit juristischen Mitteln.

Jobst Lüdeking
10.07.2019 | Stand 10.07.2019, 08:32 Uhr

Herford. Zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der gemeinnützigen GmbH des Vereins für soziale Arbeit und Beratung (VAB) in Herford gibt es massiven Streit, der mittlerweile auch Juristen beschäftigt. Die Gewerkschaft erhebt schwere Vorwürfe des „Betriebsrats-Mobbings" gegen den Träger, der als Betreiber von Einrichtungen der Jugendhilfe und Kindertagesstätten aktiv ist. „Die Betriebsratsmitglieder, die im Frühjahr 2018 gewählt worden sind, werden schon seit Monaten durch den Arbeitgeber unter Druck gesetzt und an der Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben behindert", teilt die Gewerkschaft jetzt mit. Es geht um Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen Dabei gehe es um Freistellung, Abmahnung, Kündigung und zuletzt auch um Gehaltszahlungen, die nicht eingegangen seien. Offenbar geht es um die Frage, wann Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen im Krankheitsfall vorgelegt werden müssen. So seien Ende Mai dieses Jahres gleich drei Mitglieder des Betriebsrats von ihrer Arbeit als Erzieherinnen freigestellt worden, teilte Verdi mit. Eine Begründung habe es dafür bisher nicht gegeben. In der Folge sei ein weiteres Mitglied des Betriebsrats abgemahnt worden, einer anderen Kollegin aus dem Gremium sollte sogar außerordentlich gekündigt werden. »Das Maß ist inzwischen mehr als voll« Darüber hinaus seien die Gehaltszahlungen der betroffenen Beschäftigten erst eingegangen nachdem sie juristisch Druck ausgeübt hätten. „Das Maß ist inzwischen mehr als voll", erklärte Jens Ortmann von Verdi. Die VAB gGmbH hat die Beschuldigungen bereits als haltlos zurück gewiesen und wirft der Gewerkschaft Rufschädigung vor. „Da wird schmutzige Wäsche gewaschen", so VAB-Geschäftsführer Willi Böke. Mittlerweile habe man einen „anwaltlichen Prozess" in Gang gebracht. Er sei gespannt, wie Verdi auf die Vorwürfe komme, so Böke weiter. Es gehe nicht um die Behinderung von Betriebsratsarbeit sondern – davon ganz losgelöst – um Personalangelegenheiten.

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