Eindrucksvoll: Norbert Landshut (Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft), Stadtplanerin Sarah Liebing und Marta-Direktor Roland Nachtigäller im Marta-Forum vor den Entwürfen zu den Außenberechen des Bildungscampus. - © Peter Steinert
Eindrucksvoll: Norbert Landshut (Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft), Stadtplanerin Sarah Liebing und Marta-Direktor Roland Nachtigäller im Marta-Forum vor den Entwürfen zu den Außenberechen des Bildungscampus. | © Peter Steinert

Herford Wie der Herforder Bildungscampus begrünt wird

Ideenskizzen von neun Planungsbüros inklusive der drei Erstplatzierten sind vom 19. Mai bis zum 9. Juni im Museum an der Goebenstraße zu besichtigen

Vorerst sind es nur Entwürfe. Anfang Juni sollen die Vorschläge endgültig bewertet und dann zur konkreten Planung werden, damit spätestens Ende 2020 die Freiflächen der ehemaligen Wentworth-Kaserne als begrünter Bildungscampus Wirklichkeit werden kann. Die Ideenskizzen von neun Planungsbüros inklusive der drei Erstplatzierten sind vom 19. Mai bis zum 9. Juni im Marta-Forum zu besichtigen. Die Beteiligung des Bürger ist weiterhin erwünscht. Sie können Anregungen und Vorschläge in einem ausgelegten Buch eintragen und damit den Findungsprozess unterstützen. Der Bürger bleibt beteiligt. Marta-Direktor Robert Nachtigäller: „Das Marta-Forum ist ein schöner Ort, um die Vorschläge für den Bildungscampus zum Bürger zu tragen." Norbert Landshut von der Stadtentwicklungsgesellschaft: „Über das Marta können wir den Bildungscampus überregional bekannt machen und gleichzeitig die Herforder motivieren, mal wieder ins Museum zu kommen." Mit anderen Worten: Der Bürger bleibt beteiligt. Das war er schon vor einem Jahr, als die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH) zu einem Bürgerdialog unter dem Motto „Auf die Flächen, fertig, grün!" eingeladen hatte. Den Teilnehmern bot sich die Möglichkeit, sich über die weiteren Umsetzungsschritte zu informieren und Anregungen zur zukünftigen Gestaltung der Außenflächen zu geben. Stadtplanerin Sarah Liebing: „Die Ergebnisse des Bürgerdialogs wurden in die Aufgabenstellung eines europaweit ausgeschriebenen freiraumplanerischen Wettbewerbs eingearbeitet." Neben den Ergebnissen des Bürgerdialogs wurde den Planungsbüros die Aufgabe gestellt, das Gelände in einen attraktiven Raum für die Mitarbeiter der angesiedelten Unternehmen und Bildungseinrichtungen, Kongressteilnehmer, Studierenden und Herforder umzugestalten. Campus-Mitte als zentrale Anlaufstelle Norbert Landshut: „Daher galt es, Begegnungs-, Kommunikations- und Kreativräume mit Rückzugsmöglichkeiten zu entwickeln, um den unterschiedlichen Nutzergruppen gerecht zu werden." Eine wesentliche Rolle spiele dabei die Campus-Mitte als zentrale Anlaufstelle. Angesiedelt sein werde diese zwischen einem schon zu Lehrsälen umgebauten und mittlerweile von der Fachhochschule für Finanzen (FHF) genutzten Gebäude, einem weiteren Mannschaftsblock als möglicher Standort einer neuen Krankenpflegeschule und dem künftigen Start-up-Center. „Das derzeit leicht solitär stehende, ehemalige Offizierskasino sollte zudem durch eine entsprechende Gestaltung besser mit dem restlichen Gelände verbunden und die Barriere der Liststraße reduziert werden", so Landshut, dem in zwei der drei nominierten Entwürfe auch ein Durchgang von der ehemaligen Hammersmith-Kaserne über eine sogenannte grüne Lunge auf dem einstigen Wentwort-Gelände bis zum Langenberg vorgeschlagen wurde. Eine Querverbindung, die auch für Herforder – vor allem Stiftberger – interessant sein dürfte. Sämtliche Wettbewerbsbeiträge sind in der Ausstellung zu sehen. Zu sehen ist aber auch ein kleiner Film, der neben dem Wettbewerbsverfahren die Preisträger kurz vorstellt und einen Einblick auf das derzeitige Gelände gewährt. Der Eintritt zum Marta-Forum ist kostenlos.

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