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Gut besucht: Mehr als 80 Interessierte waren Mittwochabend in der Aula der Gesamtschule Friedenstal erschienen, wo Uwe Werner (v. l.), Lothar Sobek und Peter Böhm von der Stadt über den Ausbau der Salzufler Straße informierten. - © Peter Steinert
Gut besucht: Mehr als 80 Interessierte waren Mittwochabend in der Aula der Gesamtschule Friedenstal erschienen, wo Uwe Werner (v. l.), Lothar Sobek und Peter Böhm von der Stadt über den Ausbau der Salzufler Straße informierten. | © Peter Steinert

Herford Anwohner der Salzufler Straße müssen mit Kompromissen leben

Gut 80 Betroffene ließen sich auf einer Veranstaltung der Stadt über die geplanten Baustellen und die damit verbundenen Straßensperrungen informieren

Peter Steinert
01.02.2019 | Stand 31.01.2019, 19:17 Uhr

Herford. In diesem Monat soll es soweit sein: Auf der Salzufler Straße wird gleichzeitig in zwei Bereichen gearbeitet. Bis Oktober 2021 erhält die 2,1 Kilometer lange Strecke zwischen Bergertor und Ortsgrenze abschnittsweise eine neue Fahrbahn, Radwege, Parkbuchten und Bürgersteige. Damit verbunden sind Straßensperrungen, die Anwohner und Gewerbetreibende gleichermaßen beschäftigen. Und die im Mittelpunkt einer Info-Veranstaltung am Mittwochabend in der Aula der Gesamtschule Friedenstal standen. Die Planer vom Landesbetrieb Straßen NRW und der Stadt haben das Große und Ganze im Blick. Wie etwa Ordnungsamtsleiter Lothar Sobek, der die Umleitungen verantwortet. Im Wesentlichen, so Sobek, fließe der Verkehr über die Ahmser Straße und die B 239 (Ringstraße) sowie stadtauswärts über die Wiesestraße und stadteinwärts über die Stadtholzstraße. "Wir versuchen, den Umleitungsverkehr möglichst gut zu verteilen", sagte Sobek. »Umleitungsverkehr soll möglichst gut verteilt werden« Seit vergangenem Oktober ist die Salzufler Straße zwischen der Ortsgrenze an der Maschstraße und der Friedenstalstraße für den ersten Bauabschnitt gesperrt. Voraussichtlich vom 18. Februar an wird sie auch ab dem Bergertor nicht mehr frei sein, weil dann die Baufirma "Strabag" den Abschnitt zwischen Haus-Nummer 7 und dem Hammer-Markt in Angriff nimmt. "Das kann sich allerdings noch verschieben, wenn es bei Schnee und Frost bleibt", warnte Tiefbauamtsleiter Uwe Werner. Die Stadt werde aber, versprach Lothar Sobek, rechtzeitig darüber informieren, wo und ab wann die Straße gesperrt werde. Das Kleine und Feine interessierte unterdessen die Besucher der Info-Veranstaltung. So wies eine Anwohnerin darauf hin, dass es an der Ecke zur Melcherbrücke eine Senioren-Anlage mit 34 Bewohnern gebe, die auf ihr Fahrzeuge angewiesen seien. "Wenn ein Teil der Baustelle befahrbar bliebe, wäre uns schon geholfen", meinte die Rentnerin. Hoffnung machte Uwe Werner ihr nicht: "Wir müssen das im Detail abstimmen. Wir können den Abschnitt jedoch nicht ganz öffnen. Parkmöglichkeiten müssen in unmittelbarer Nähe gesucht werden. Das war auch ein Grund dafür, dass wir die Salzufler Straße in elf Bauabschnitten unterteilten. Uns ist bewusst, dass die Phase hart und einschneidend sein wird." Das Parkproblem beschäftigte auch Anwohner von Nebenstraßen, wie Petra Knöner, die an der Leipziger Straße lebt. Für diese Verbindung zur Wiesestraße werde zur Bauzeit auf der Salzufler Straße (voraussichtlich nach den Sommerferien bis Mitte November 2019) die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. "Die Straße wird zur Sackgasse und nur über die Wiesestraße erreichbar sein. Deswegen wird es an der Leipziger Straße fast komplett ein Parkverbot geben", so Lothar Sobek. »Es wird kneifen, aber wir können nicht anders bauen« Michael Darnauer (Leiter Hammer-Markt) sorgte sich um die Erreichbarkeit seines Geschäfts. Das habe eine Anfahrt für Kunden und eine für den Lieferverkehr. Uwe Werner: "Genau vor dem Markt stoßen zwei Bauabschnitte aufeinander. Deswegen wird in dieser Zeit immer nur eine Zufahrt frei sein. Es wird kneifen, aber wir können nicht anders bauen." Beigeordneter Peter Böhm: "Wir müssen mit Kompromissen leben." Diese Kompromisse scheinen Susanne Janetzki nur teilweise zu treffen. Sie hatte sich nach der Müllabfuhr erkundigt. Und erfahren, dass die Baufirma das organisieren werde. Gegebenenfalls würden die Eimer vor die Absperrung geschoben und später wieder zurück gebracht. Dafür empfehle sich eine Kennzeichnung der Behälter. "Wenn es einmal knirschen sollte, dann kann der städtische Kümmerer Michael Schäfer (Tel. 0 52 21) 1 89 15 46 d. Red) angerufen werden. Im Zweifelsfall reagieren wir kurzfristig. So, wie wir es jetzt gemacht haben. Nachdem bekannt wurde, dass Verkehrsteilnehmer zu schnell aus der Maschstraße auf die Salzufler Straße fahren, haben wir ein Stoppschild aufgestellt", sagte Lothar Sobek.

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