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Alles Landwehr: Vater Heinz (3. Generation, l.) mit einem Gemälde des Firmengründers Heinrich (1. Generation) und Sohn Tobias (4. Generation), der das Bild seines Großvaters Heinz (2. Generation) in den Händen hält. - © Peter Steinert
Alles Landwehr: Vater Heinz (3. Generation, l.) mit einem Gemälde des Firmengründers Heinrich (1. Generation) und Sohn Tobias (4. Generation), der das Bild seines Großvaters Heinz (2. Generation) in den Händen hält. | © Peter Steinert

Herford Die 4. Generation übernimmt eine Bau- und Möbelwerkstatt

Tobias Landwehr übernimmt die Heinrich Landwehr Bau- und Möbelwerkstatt an der Ahmser Straße in Herford

Peter Steinert
07.01.2019 | Stand 07.01.2019, 17:50 Uhr

Herford. Wenn sich Heinz Landwehr mit seinem Sohn Tobias im Büro aufhält, dann blicken zwei weitere Landwehr-Männer der Familie auf sie herab. Als Porträt-Gemälde hängen sie an der Wand, ein weiterer Heinz und Heinrich Landwehr. Sie haben in Tobias Landwehr ihren Nachfolger gefunden. In 4. Generation übernimmt der 31-Jährige die Heinrich Landwehr Bau- und Möbelwerkstatt an der Ahmser Straße in Herford. 1928 war der Betrieb durch Heinrich Landwehr als Zimmerei und Tischlerei gegründet worden. 1945 übernahm Heinz Landwehr (2. Generation) den Betrieb als Tischlerei für Fenster,- Türen, Innenausbau und Möbel. 1973 verstarb der Inhaber Heinz Landwehr. Seine Frau Elisabeth Landwehr und Ihr Sohn Heinz Landwehr übernahmen die Betriebsleitung. Ab 1984 wurde Heinz Landwehr (3. Generation) der neue Inhaber und alleiniger Geschäftsführer. Im August 2014 stieg sein Sohn Tobias Landwehr nach abgeschlossenem Ingenieurstudium, Fachbereich Holztechnik, mit in den Betrieb ein, den er nun in 4. Generation zum 1. Januar übernommen hat. Heinz Landwehr: "Der Betrieb entwickelte sich die letzten Jahren zu einem breit aufgestellten Unternehmen, das den Bereich des Bausektors und des Innenausbaus abdeckt. Über den Einbau von Fenstern und Türen aus Holz oder Kunststoff, über Zimmertüren, Trockenbauarbeiten bis hin zu Fußbodenarbeiten und individuell hergestellten Möbeln lässt sich alles aus einer Hand abdecken. Vorteile sind die Flexibilität, die Termintreue und das große Portfolio an durchführbaren Arbeiten." »Für die Zukunft sind Investitionen geplant« Zu den Kunden zählen Kindergärten, Schulen, die Stadt Herford und die Stadtwerke Herford mit der Eisbahn und dem Sport- und Freizeitbad H2O sowie Industriepartner und Privatpersonen. Beim nächsten Besuch im Stadttheater können sich Interessierte im Eingangsbereich umschauen, denn auch hier war Landwehr im Einsatz gewesen. Aktiv ist die Bau- und Möbelwerkstatt vorrangig im Kreis Herford, in Bielefeld und Bad Salzuflen. Der Betrieb hat eine Produktionsfläche von etwa 650 Quadratmetern und beschäftigt acht Mitarbeitern, davon sind zwei Auszubildende. "Für die Zukunft sind Investitionen in die Digitalisierung und Modernisierungen geplant", sagt Tobias Landwehr, meint den Überbegriff "Handwerk 4.0", nennt Vorarbeiten im Büro, 3-D-Konstruktionen oder die Verknüpfungen von Maschinen und belegt, dass mit der 4. Generation die Zukunft eingezogen ist. Wobei Vater Heinz Landwehr noch nicht ganz in den Ruhestand gehen und weiterhin Bestandteil der Firma Heinrich Landwehr bleiben will. Wenn Heinz Landwehr und sein Sohn Tobias auf die beiden Porträts im Büro blicken, dann handelt es eigentlich um fünf Landwehr-Männer. Der begnadete Künstler der Werke ist ein Namensvetter: Kurt Landwehr. Früher Herford, später Düsseldorf.

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