0
In den Himmel geschossen: Ende Juni war der erste Spatenstich gesetzt worden. Inzwischen steht der Rohbau bis auf einige Restarbeiten auf dem Dach. Betreiber und Bauherr gehen davon aus, dass das "Intercity-Hotel" am Marta-Museum im Januar 2020 eröffnet werden kann. - © Peter Steinert
In den Himmel geschossen: Ende Juni war der erste Spatenstich gesetzt worden. Inzwischen steht der Rohbau bis auf einige Restarbeiten auf dem Dach. Betreiber und Bauherr gehen davon aus, dass das "Intercity-Hotel" am Marta-Museum im Januar 2020 eröffnet werden kann. | © Peter Steinert

Herford Intercity-Hotel eröffnet im Januar 2020

Der Rohbau steht. Im neuen Jahr beginnt der Innenausbau des am Elsbach-Haus gelegenen Objekts

Peter Steinert
13.12.2018 | Stand 13.12.2018, 12:12 Uhr

Herford. Es wird in Herford nicht all zu viele Optimisten gegeben haben, die beständig an das Hotel am Marta-Museum geglaubt haben. Zu oft verschoben sich Planungen und Baustart." Das Projekt hat bis 2015 vor sich hin gedümpelt", bekennt Björn Hackert, der den Komplex am Elsbach-Haus als "Intercity-Hotel" betreiben wird. Und der in Marco Lorenz von der Tappe-Holding einen Bauherrn fand, der die Zuversicht in Person ist. "Noch bevor im April die letzten Verträge unterzeichnet worden waren, habe ich die Bäder in Norditalien bestellt", sagt der Herforder. Gestern hatten Hackert und Lorenz nach dem ersten Spatenstich Ende Juni mit der Fertigstellung des Rohbaus das nächste Etappenziel erreicht. "Wir sind voll im Zeitplan", sagt Björn Hackert und ergänzt mit einem Seitenblick auf Marco Lorenz, "die Toiletteneinheiten gaben den Zeittakt vor." Und der war fast exakt eingehalten worden. Diese Toiletten sind vormontierte Zellen, die etagenweise eingebaut wurden, ehe die nächste Etage draufgesetzt wurde. "Einmal hatten wir sechs Stunden Verzug, weil es am Brenner einen Erdrutsch gegeben hatte. Gestern konnte pünktlich der Kran abgebaut werden", sagt Lorenz. Im Januar und Februar sollen die Fenster eingebaut werden Im Januar und Februar sollen die Fenster eingebaut werden. Parallel dazu startet der Innenausbau, so dass ab Mai Trockenbauer, Maler und Fliesenleger anrücken können. "Auf die Kälteperiode folgt das Verklinkern der Fassade. Dafür veranschlagen wir sechs Monate", sagt der Tappe-Prokurist, der in diesen Sommermonaten auch den Elsbach-Boulevard bis zum künftigen Hotel-Eingang weiter geführt haben will. Ab Oktober sollen die Hoteliers mit der Inneneinrichtung beginnen. Dafür könnte noch einmal Taktgefühl gefragt sein, denn hier geht es um Feinarbeit. Die hatte schon einmal für zusätzliche Verzögerungen geführt, nachdem sich die hinter den "Intercity-Hotels" stehende Steigenberger-Gruppe im Gestaltungsprozess für den Mailänder Architekten und Designer Matteo Thun entschieden hatte. Dessen offenes Konzept sieht weniger geschlossene Räume als einen fließenden Übergang zwischen den Hotel-Bestandteilen wie Restaurant und Lounge vor und muss nun den Herforder Gegebenheiten angepasst werden. Björn Hackert: "Weil das Gebäude etwa 21 Meter tief, aber mit über 70 Metern ziemlich lang ist, können wir den einen oder anderen Einrichtungsgegenstand nicht wie vorgesehen hintereinander, sondern müssen diese Sachen nebeneinander platzieren." Optimismus und Zuversicht waren greifbar Optimismus und Zuversicht waren gestern greifbar, als sich die Beteiligten in der "Kupferbar" des Marta-Museums zum Stand des Projekts äußerten. Aufmerksame Zuhörer und potenzielle Kunden waren unter anderem Vertreter von Siematic, Brax, Poggenpohl oder der Scharper-Gruppe. Sie hörten, dass der Eröffnungstermin für das neue 135-Zimmer-Haus mit seiner Bar, dem Frühstücksbereich sowie den Veranstaltungsräumen für Januar 2020 angestrebt werde. Mit Wohlwollen vernahmen die Gäste, dass dieses Hotel, so Björn Hackert, "ein großes Projekt für Herford und ein wichtiger Entwicklungsschritt für das Marta-Quartier" ist.

realisiert durch evolver group