Vorentwurf: So soll sich das Hansa-Hotel nach der Fertigstellung im Spätherbst präsentieren. - © Architekt Ralf Cziesla
Vorentwurf: So soll sich das Hansa-Hotel nach der Fertigstellung im Spätherbst präsentieren. | © Architekt Ralf Cziesla

Herford Halbzeit beim Neubau des Hansa-Hotels

Gestern war Richtfest bei der Erweiterung des Hansa Hotels an der Brüderstraße. Die Herberge wächst um 15 auf 34 Zimmer und soll im Spätherbst öffnen

Herford. So wie die Innenstadt unterliegt auch die Hotellerie einem steten Wandel. Jetzt wird aus dem 50 Jahre alten, einstmals gutbürgerlichen Beherbergungsbetrieb ein durchdesigntes Hansa-Hotel. Das wurde Freitag beim symbolischen Richtfest mit einem Monat Verzögerung gefeiert. Gekommen waren Freunde, Partner, Nachbarn und Hotelgäste. Auf dem Grund des abgerissenen Modehauses Fetzer ist ein schnörkelloser kubischer viergeschossiger Baukörper rund 18 Meter in die Höhe gewachsen. Einzigartig in der Hotellandschaft der Hansestadt soll das Innenleben das Haus machen. "Mit unserem hochmodernen Innenarchitekturdesign werden wir uns deutlich vom Herforder Hotelmarkt abheben", verkündet Hotelier Henrik Krömker selbstbewusst. Gemeint ist die vom Herforder Designbüro Moysig entwickelte "Black Suite Concept"-Linie. Es soll den Baukörper im Inneren quasi in einen gut ausgeleuchteten schwarzen Maßanzug hüllen. "Na ja, es wird nicht wirklich schwarz, eher herrschen Grautöne und Anthrazit vor", präzisiert Krömker. Kontrastiert wird die Grauwertskala von Farben wie Petrol und kupfernen Accessoires. Wichtig ist Krömker auch die Gestaltung der Bäder. "Wir werden fließende Übergänge zwischen Wohnraum und Sanitärbereich schaffen." Die Designer von Moysig haben die geradlinige Form des Baukörpers für den Innenbereich aufgenommen. Form und Farben sollen perfekt harmonieren. Aber nicht nur das Auge bekommt Schönes zu sehen, auch der Körper wird verwöhnt - mit rückenfreundlichen Boxspringbetten. So soll das Gesamtkonzept für die Herforder Designer zum Vorzeigeobjekt geraten, Stil, Komfort und Wohnlichkeit verbinden. Und es soll als Blaupause für weitere ähnliche Projekte dienen, denn Moysig will sein Arbeitsfeld in den Bereich Hotelarchitektur erweitern. Hinter Hotelier Krömker liegen ereignis- und erfahrungsreiche Monate. "Seit drei Jahren sind wir mit Vorbereitung und Umsetzung beschäftigt. Das meiste lief nach Plan, aber bei der Gründung hatten wir Probleme. Das Gebäude steht in einem ehemaligen sandigen Flusslauf und wir sind auf Grundwasser im Bereich des neuen Fahrstuhls gestoßen", beschreibt Krömker die Situation. Am Freitag wurde die Millioneninvestition im Erdgeschoss gefeiert. Dort hinein wird das Café wachsen, die Wand zum Nachbarhaus wird später noch eingerissen, das Café wird in dieser Zeit seinen Betrieb einstellen. "Wir werden 50 Prozent mehr Fläche als jetzt bieten und von 40 auf 60 Plätze aufstocken", sagt Krömker, Viele Plätze werden entlang der großen Fensterfront zur Brüderstraße entstehen. Auch die Hotel-Lobby wird räumlich wachsen. Eine Ausbaureserve gibt es auf dem vierten Obergeschoss. "Wir könnten dort später noch ein Staffelgeschoss aufsetzen", sagt Krömker. Dort oben kann sich der Hotelier einen Wellness- und Fitnessbereich vorstellen. "Mit einem tollen Blick über die Innenstadt", schwärmt Krömker. Doch erst einmal hat er die Fertigstellung im Spätherbst im Blick. Noch vor Weihnachten sollen die ersten Gäste die ebenso schlichten wie edel gestalteten Zimmer nutzen können. Weitere Infos unter www.hotel-hansa-herford.de

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