Keine Chance für Rassismus: Chris Ehrlich (v. l.), Schulleiterin Rita Klötzer, Andreas Ehrlich und die Schüler der fünften Klassen des Ravensberger Gymnasiums wollen ein Zeichen setzen. - © Foto: Marten Siegmann
Keine Chance für Rassismus: Chris Ehrlich (v. l.), Schulleiterin Rita Klötzer, Andreas Ehrlich und die Schüler der fünften Klassen des Ravensberger Gymnasiums wollen ein Zeichen setzen. | © Foto: Marten Siegmann

Herford Ehrlich Brothers sind Schulpaten des Ravensberger Gymnasiums

Ravensberger Gymnasium wird "Schule ohne Rassismus"

Marten Siegmann

Herford. Auch wenn Maila im Alltag noch nichts mit Rassismus zu tun hatte, weiß die Zehnjährige ganz genau, worum es bei dem Thema geht. Sie besucht die fünfte Klasse des Ravensberger Gymnasiums. Und das darf sich ab sofort "Schule ohne Rassismus" nennen. Begleitet von den Ehrlich Brothers aus Bünde als prominente Projektpaten wurde jetzt die Urkunde überreicht. Im Alltag trete Rassismus an ihrer Schule zwar nicht in Erscheinung, sagt Schulleiterin Rita Klötzer - dennoch will sie sich gemeinsam mit Schülern und dem Kollegium in Zukunft noch intensiver gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung engagieren. "Unsere Teilnahme am Projekt "Schule ohne Rassismus" soll dafür sensibilisieren, stets auf das Thema zu achten - jeder Einzelne ist dazu aufgefordert", sagt Klötzer. Um den Titel zu erlangen musste die Schule verschiedene vom Verein Aktiv Courage festgelegten Voraussetzungen Erfüllen. So müssen sich Schüler und Lehrer dazu verpflichten, aktiv gegen Rassismus an ihrer Schule vorzugehen und regelmäßig Projekte zum Thema durchzuführen. Mindestens 70 Prozent der Schüler, Lehrer und Mitarbeiter mussten dafür unterschreiben - so sieht es die Satzung vor. Am Ravensberger Gymnasium wurde diese Mindestvorgabe deutlich übertroffen: Mehr als 80 Prozent gaben schriftlich ihr Wort. Das Ravensberger Gymnasiums ist die achte Schule der Stadt, die mitmacht - bundesweit sind es mittlerweile 1.758.Patenschaft ist Ehrensache Ebenfalls Voraussetzung für das Erlangen des Titels: Die Suche nach prominenten Projektpaten. Als ehemalige Schüler des Ravensberger Gymnasiums haben die Berufsmagier Chris und Andreas Ehrlich ohne Zögern zugesagt. Mittlerweile wohnt Chris in Enger und Andreas in Bünde - aufgewachsen sind beide aber in Falkendiek. Und beide haben gute Erinnerungen an ihre Zeit am Ravensberger Gymnasium. "Wir hatten immer viel Spaß und haben viel gelernt", sagt Andreas Ehrlich. Die Patenschaft für das Projekt sei da Ehrensache, denn, so Andreas, "Rassismus einfach wegzaubern, das geht leider nicht." Bevor Hanna Mietke von der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus die Urkunde an die Schulleitung übergab, ließen die Ehrlich Brothers gemeinsam mit Rita Klötzer und den Schülern der fünften Klassen symbolisch Luftballons in die Höhe steigen. An deren Leinen hatten die Schüler Zettel mit Botschaften angehängt. "Jeder Mensch auf der Welt ist wichtig - seid gegen Rassismus!" hat Maila auf ihren geschrieben. Die Begründung liefert sie direkt mit: "Weil ich es gemein finde, wenn man Menschen nur wegen ihrer Hautfarbe anders behandelt."

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