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Auftritt am Schluss: Der „Widukind-Chor Enger", der das Konzert organisierte, sang vier Lieder für das Publikum und ein gemeinsames Abschlusslied. Foto: Carina Cremer.
Auftritt am Schluss: Der „Widukind-Chor Enger", der das Konzert organisierte, sang vier Lieder für das Publikum und ein gemeinsames Abschlusslied. Foto: Carina Cremer.

Enger Chorkonzert für neue Krippenfiguren

Stiftskirche Enger: Fünf Chöre und ein Streichensemble unterhielten die Zuhörer beim weltlichen Chorkonzert. Der Erlös soll vollständig für die Krippe verwendet werden

Carina Cremer
10.12.2018 | Stand 10.12.2018, 16:32 Uhr |

Alle zwei Jahre wird in der Stiftskirche in Enger ein weltliches Chorkonzert veranstaltet. Passend zur vorweihnachtlichen Zeit werden bei diesem Adventskonzert viele Weihnachtslieder und stimmungsvolle Stücke präsentiert. Dieses Jahr traten insgesamt fünf Chöre und ein Ensemble von der Musikschule auf. Der Gastgebende Widukind-Chor führte die Zuhörer durch den Abend. In diesem Jahr war es das 35. Konzert dieser Art. Und damit nicht nur eine Tradition, sondern schon vielmehr ein Brauchtum, wie Pastor Eckardt Koch in seiner Begrüßung feststellte. Er erklärte, dass der Erlös aus den verkauften Eintrittskarten für neue Krippenfiguren verwendet werden soll. Das Problem mit den bisherigen Holzfiguren sei nicht nur, dass bereits einige fehlten, sondern ebenso, dass ein paar Figuren kaputt seien. Aus diesem Grund sammelt die evangelische Kirchengemeinde für neue Krippenfiguren. Widukindchor organisiert Das Chorkonzert lieferte dazu einen großen Beitrag. „Es ist Tradition, dass ein Teil der Einnahmen gespendet wird, und wir haben uns entschieden, dass der Reinerlös, also das gesamte Geld gespendet wird“, sagte Christine Settnik, die 1. Vorsitzende des Widukind-Chores Enger. Die Organisation des weltlichen Chorkonzerts übernimmt jedes Mal ein anderer Chor. Und der Widukind-Chor war dieses Jahr an der Reihe. Die Planung müsse sorgfältig angegangen werden, so Settnik. Es müssten zunächst die anderen Chöre eingeladen und die Stücke untereinander abgestimmt werden sowie Flyer, Einladungen und Plakate gestaltet und gedruckt werden. Außerdem müsse der Kartenverkauf organisiert werden und natürlich der Ablauf geplant. Jeder Chor hat etwa 15 Minuten pro Auftritt zur Verfügung. Zuerst trat der Kinderchor „Kleines Lied“ unter der Leitung von Martina Böske auf. Mit roten Weihnachtsmützen geschmückt, marschierten die jüngsten Sängerinnen und Sänger des Abends in die Kirche ein. „Dafür, dass ihr Kleines Lied heißt, seid ihr aber ganz schön viele“, sagte Pastor Koch lächelnd. Vier Lieder sang die Gruppe, die zuvor nicht im Programm festgelegt wurden. „Die Lieder machen wir nach Ansage“, erklärte Böske zu Beginn. Sie unterstützt und motiviert ihre Schützlinge mit großer Hingabe. Stück von Pink Vor dem letzten Lied las eines der Chorkinder eine Geschichte vor. Danach trat der Jugendchor „TeenStones“ mit auf und es wurde etwas voller auf den Treppenstufen der Stiftskirche. Zusammen mit dem Kinderchor sangen sie eine deutsche, abgewandelte Version des Liedes „What about us“ von Pink. Nach diesem gemeinsamen Auftritt zeigten die „TeenStones“, die ebenfalls von Böske geleitet werden, mit einigen bunten und stimmungsvollen Liedern, dass sie – als reine Damengruppe – viel Kraft und Ausdruck in ihren Stimmen haben. Im Anschluss an die jüngeren Chöre folgte die Sängergemeinschaft Westerenger unter der Leitung von Michael Breitenstein. Bei ihren vier Liedern wurden sie von Tatjana Fuchs am Klavier begleitet. Nach der Sängergemeinschaft kündigte Settnik die „Streichhölzer“ unter der Leitung von Dimitry Samaschkin an. Auf diesen Programmpunkt freue sie sich sehr. Bereits in der Vergangenheit hätte der Widukind-Chor einen Auftritt mit einer Gruppe aus der Musikschule Enger-Spenge gehabt und das sei eindrucksvoll gewesen. Die jungen Streicher zeigten mit zwei Stücken, was sie als Ensemble bereits können. Damit solle ein breites Spektrum neben dem Chorgesang geboten werden, so Settnik. Nach den „Streichhölzern“ trat noch der Männergesangverein „Lohengrin“ unter der Leitung von Ingolf Klockmann auf. „O Du Fröhliche“zum Abschluss Klockmann selbst nutzte eine Trompete zur Unterstützung und bei dem vorletzten Lied wurde der Chor von Böske am Klavier begleitet. Am Schluss trat der Widukind-Chor auf. Mit etwa 65 Sängerinnen und Sängern stellten er an diesem Abend die größte Gruppe und begeisterte das Publikum mit vier Liedern. Danach folgte ein Gedicht und zum Abschluss sang der Chor mit den Zuhörern gemeinsam „O Du Fröhliche“. Settnik freut sich schon auf das nächste Chorkonzert in der Stiftskirche.

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