Le Choice - © Björn Kenter
Le Choice | © Björn Kenter

Bünde Festival-Atmosphäre auf dem Bünder Frühlingsfest

Goldene Else: Die Online-Abstimmung über den Sieger läuft noch bis Montag um 24 Uhr

Björn Kenter
19.05.2019 | Stand 21.05.2019, 11:58 Uhr |

Bünde. Strahlender Sonnenschein, eine fast an ein Festival erinnernde Atmosphäre auf dem Tönnies-Wellensiek-Platz, dazu keine Konkurrenz durch Fußballspiele im Fernsehen und ein musikalisches Programm, das kaum Wünsche offenließ - die neunte Auflage des NW-Bandwettbewerbs um die Goldene Else auf dem Frühlingsfest war definitiv eine der Stimmungsvollsten seit Beginn des Contests. Dabei spielte das weibliche Geschlecht in diesem Jahr die Hauptrolle. Gleich bei vier der fünf Bands stand eine Frau am Mikrofon, einzig Full Scale Overload hatten mit dem gebürtigen Waliser Michael einen Frontmann am Start. Die wohl größte Fangemeinde vor Ort mobilisiert hatten Cenit, die pünktlich um 18 Uhr den Abend eröffneten. Sänger und Gitarrist Nils Kränke durfte sogar seinen eigenen kleinen Fanclub begrüßen. Eine bestens harmonierende Band, die gegen Ende mit der Zugabe "Flow" nochmals richtig aufdrehte, sowie die starken Texte von Frontmann Kränke, der auch die Kommunikation mit dem Publikum übernahm - Cenit waren ein perfekter Opener. Gute Stimmung vor der Bühne "Wir sind in jedem Fall zufrieden, der Sound war sehr gut, es war viel los vor der Bühne und wir haben uns alle echt wohlgefühlt", fasste Sängerin Domenica zusammen. Auch wenn es im Anschluss bei L.A.G. zwischendurch ein klein wenig leerer im Publikum wurde, ließen sich Sängerin Heike und ihre Jungs den Spaß nicht nehmen und machten bereits im ersten Stück deutlich, worum es geht. "Tretet bitte näher, wir heben unser Glas. Wir sind L.A.G. und wünschen euch viel Spaß" hieß es dort. An dieses Motto hielt sich die Band mit ihrer Mischung aus Punk und Rock während der nächsten 40 Minuten und streute neben Stücken wie "Mir scheint die Sonne aus dem Arsch" und "Gott sei Dank bin ich Punk" auch eine flotte Punk-Version von "Wo die Weser einen großen Bogen macht", ein und zogen die Zuschauer so auf ihre Seite. Den musikalisch wohl perfektesten Auftritt des Abends legten Dalia Da Silva und ihre Band, bestehend aus Kai Niedermeier (Saxofon, Keyboards, Percussion) und Gitarrist MG hin. Während die gebürtige Portugiesin mit ihrer kraftvollen Stimme glänzte, beeindruckten ihre beiden Mitmusiker das Publikum vor allem gegen Ende des Auftritts mit gekonnten Soloeinlagen. Für Da Silva, die erst vor wenigen Tagen von einer Preisverleihung aus Los Angeles zurückgekehrt war, war es der erste Auftritt in Bünde überhaupt. "In Los Angeles war mehr Glamour, aber hier ist es auch sehr schön", strahlte die Soulsängerin, die mit ihrer Musik auch den einen oder anderen vor der Bühne zum Tanzen animierte. Eine Mischung aus deutschen und englischen Texten Die einsetzende Dämmerung bot anschließend den perfekten äußeren Rahmen für LeChoice, die mit einer originellen, zuweilen deutlich vom Reggae beeinflussten Mischung aus Pop und Funk mit deutschen und englischen Texten aufwarteten. "Es macht Megaspaß hier oben", rief die charismatische Sängerin Hannah Wenkel ins Publikum. Auch hier wanderten während des Auftritts zahlreiche Stimmzettel in die vor der Bühne aufgestellte Losbox. "Jetzt wird es etwas lauter", stimmte Moderatorin Christina Wolff die Zuschauer auf Full Scale Overload, die letzte Band des Abends, ein. Trotz der langen Anreise au Schieder-Schwalenberg hatten einige Anhänger das Quartett nach Bünde begleitet. Wolff hatte nicht zuviel versprochen: Gitarrist Mario, Drummer Terry und Bassist Toto zeigten sich bestens eingespielt, boten mit Sänger Michael harmonischen mehrstimmigen Gesang und hatten mit dem treibenden Opener "Moving on" und dem Stück "Forever home" zwei Songs im Gepäck, die sofort im Ohr hängen blieben und neben den weiteren Stücken für einen starken Abschluss sorgten. Die Abstimmung ist noch bis Montag 24 Uhr möglich unter www.nw.de/goldelse

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