0
Die Seppler-Kapelle am Schillingsweg wurde voraussichtlich in der Nacht zum 24. Dezember besprüht. - © Droste-Haus
Die Seppler-Kapelle am Schillingsweg wurde voraussichtlich in der Nacht zum 24. Dezember besprüht. | © Droste-Haus

Verl Unbekannte sprühen Hakenkreuze an Kapelle - Bürgermeister kündigt Anzeige an

Ein Mitarbeiter des Droste-Hauses hat die Schmierereien am Schillingsweg entdeckt - Verls Bürgermeister Esken kündigt eine Anzeige an

Christian Geisler
03.01.2019 | Stand 03.01.2019, 11:10 Uhr

Verl. Unbekannte Täter haben rund um die Weihnachtsfeiertage Hakenkreuze an die Seppler-Kapelle am Schillingsweg gesprüht. Das bestätigte Bürgermeister Michael Esken im Gespräch mit dieser Zeitung. Demnach seien die Schmierereien voraussichtlich in der Nacht zum 24. Dezember aufgetragen worden. Karl-Josef Schafmeister vom benachbarten Droste-Haus hat die Hakenkreuze am 2. Weihnachtsfeiertag an der Kapelle entdeckt und sofort die Stadtverwaltung benachrichtigt. „Da muss man den Anfängen sofort wehren", sagte Esken. „Zwischen Weihnachten und Neujahr hat der Bauhof eine erste Maßnahme ergriffen, um die Schmierereien abzuwaschen." Da die Kreuze zwar weniger deutlich, aber immer noch zu sehen waren, wurde am vergangenen Mittwoch noch ein Malermeister hinzugezogen, um die Farbe abzudecken. „Jetzt sind die Kreuze überstrichen und nicht mehr zu sehen", so Esken. Nach Angaben des Bürgermeisters werde die Stadtverwaltung eine Anzeige stellen. „Der rechtliche Rahmen kommt direkt nach der Schadensbeseitigung. Wir überlegen, ob wir sogar eine Belohnung dafür aussetzen, um Informationen zu den Tätern zu erhalten." Genaueres werde aber erst am Anfang der kommenden Woche entschieden, wenn auch der Verwaltungsvorstand wieder im Rathaus ist. „Ob der Hintergrund rechtsradikal ist oder einfach nur ein Jungenstreich war, ist in erster Linie egal. Aus solchen Schmierereien entwickelt sich eine Gesinnung, die wir nicht tolerieren", sagte Esken.

realisiert durch evolver group