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Setzen die Ems in Szene: Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting und Planer Hans-Ulrich Werchan stehen an der Vitrine mit Regionalprodukten und vor der Unterwasserwelt. - © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo
Setzen die Ems in Szene: Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting und Planer Hans-Ulrich Werchan stehen an der Vitrine mit Regionalprodukten und vor der Unterwasserwelt. | © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo

Schloß Holte-Stukenbrock Die Ems-Erlebniswelt wird aufgehübscht

Stadtmarketing: Planer stellt Politikern Überarbeitung der interaktiven Ausstellung im alten Senner Pfarrhaus vor

Sabine Kubendorff
14.02.2019 , 07:23 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Die Ems-Erlebniswelt ist gut acht Jahre nach der Eröffnung in die Jahre gekommen. Vieles in der interaktiven Ausstellung ist kaputt, einiges vom technischen Fortschritt überholt worden. Hans-Ulrich Werchan vom Büro „ö-Konzept“ aus Halle/Saale stellte jetzt bei einem Ortstermin den Mitgliedern des Ausschusses für Wirtschaft, Marketing und Stadtentwicklung vor, was er tun würde, damit die Erlebniswelt im alten Senner Pfarrhaus wieder zeitgemäß wird. Darüber wird jetzt in den Ratsfraktionen diskutiert.

Es handelt sich um eine Aufhübschung mit Ansage. Denn schon bei der Planung der Ems-Erlebniswelt vor zehn Jahren hatte Werchan darauf aufmerksam gemacht, dass die Überarbeitung der Ausstellung nach neun bis zehn Jahren notwendig werde. Nun soll auf 8x8 Metern die Ems mit ihren Be- und Anwohnern, Regionen, ihrer Natur, Kultur und Geschichte moderner erfahrbar gemacht werden.

Zentrales Element ist die Luftschiff-Gondel, in der man dank eines Films die Ems im Überflug von der Quelle in der Moosheide bis zur Mündung in die Nordsee entdecken kann. Die Technik inklusive Soundanlage muss ersetzt und ergänzt werden. Außerdem soll der Besucher künftig die Wahl haben zwischen Infofilm, Präsentation und Spiel.

An den Wänden befinden sich Themenstationen.



  • Die Darstellung der Unterwasserwelt ist zu laut – wenn sie denn funktioniert.
  • Die Station „Kultur und Geschichte“ muss geringfügiger überarbeitet werden.
  • Lebensraum und Rückzugsgebiet“ ist defekt und soll überraschender werden.
  • „Wasser und Sand“ ist zu pflegeintensiv und wenig spannend. Die Station soll durch ein Wettbewerbsspiel für Kinder attraktiver werden.
  • Die Qualität von „Menschen und Regionen“ schätzt Hans-Ulrich Werchan als gut ein, sie muss nur technisch verbessert werden.
  • Auf der Karte, die den Verlauf der Ems zeigt, soll ein Bezug zwischen Bildern und Kartierungen hergestellt werden. Als Ergänzung wird ein Interaktionstisch vorgeschlagen.
  • Zurzeit werden Regionalprodukte von „Senne Original“ in einer Glasvitrine vorgestellt, die nach Ansicht von Hans-Ulrich Werchan „etwas verloren herumsteht“. Ihr Inhalt soll demnächst Teil der Ausstellung werden.


Die Kosten für die Überarbeitung der Ausstellung werden auf knapp 83.000 Euro geschätzt. Auch im Außengelände der Ems-Erlebniswelt sind Reparaturen nötig. Zum Beispiel quietschen die Pumpen, und der Teich, der die Nordsee symbolisiert, ist undicht. Allerdings gibt es aktuell für das Außengelände weder Pläne noch eine Kostenschätzung.

Die Sanierung des alten Pfarrhauses aus dem Jahr 1898, Einrichtung und Gestaltung des Außengeländes hatten damals 800.000 Euro gekostet und war mit 300.000 Euro aus zwei europäischen Töpfen gefördert worden. Zur Eröffnung im September 2010 wurde mit den Bürgern ein zweitägiges Fest gefeiert.