Neue Wege gehen: Imke Heidotting vom Stadtmarketing ist maßgeblich an den neuen Wanderwegen im Stadtgebiet beteiligt. Zwei von ihnen sind zertifiziert. So gilt der Weg „Romantisches Furlbachtal“ als Natur-Tour und der Ems-Erlebnisweg als Traumtour. - © Gunter Held
Neue Wege gehen: Imke Heidotting vom Stadtmarketing ist maßgeblich an den neuen Wanderwegen im Stadtgebiet beteiligt. Zwei von ihnen sind zertifiziert. So gilt der Weg „Romantisches Furlbachtal“ als Natur-Tour und der Ems-Erlebnisweg als Traumtour. | © Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock Wanderwege werden attraktiver

Tourismus: Die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock beteiligt sich am Europa-Programm „Erlebnis NRW“. Das darin enthaltene Projekt „Zukunftsfit wandern“ ermöglicht eine Modernisierung der städtischen Wanderwege

Gunter Held
06.12.2018 | Stand 05.12.2018, 18:35 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock. Der Trend zum Wandern hält an. Die Lust an der Natur ist ungebrochen und mit dem Teutoburger Wald hat OWL einen Trumpf in der Hand. Und der soll natürlich touristisch genutzt werden. Dafür gibt es auch Geld von der EU. Der Topf ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, siehe Kasten). Dort gibt es ein Programm, das „Erlebnis NRW“ heißt. Die OstWestfalenLippe GmbH hat zusammen mit den Kreisen Gütersloh, Lippe, Höxter, Minden-Lübbecke und den Städten Bielefeld und Nieheim in diesem Programm das Projekt „Zukunftsfit Wandern“ auf den Weg gebracht. Im Kreis Gütersloh wird das Projekt von Heidi Grefer von der Wirtschagftsförderungsgesellschaft „pro Wirtschaft“ (Gütersloh) betreut. Grundsätzlich sollen die Wanderwege attraktiver und die Kartierung einheitlicher werden. Für SHS kümmert sich Imke Heidotting vom Stadtmarketing um dieses Projekt. „Eines der Hauptziele ist die qualitative Verbesserung der Wanderwege“, sagt sie im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Im Gegensatz zu anderen Kommunen verfüge die Stadt bereits über ein ausgedehntes Netz an Wanderwegen. „Wir haben uns diese Wege hinsichtlich der hohen Qualitätskriterien noch einmal angeschaut und alles herausgenommen, was mehr als 40 Prozent Asphaltanteil hat. Wir haben nur unsere schönsten Wege im Projekt belassen.“ Stukenbrocker Zeitreise Doch zunächst wurde das Gespräch mit denen gesucht, die sich auch heute um die Wanderwege kümmern. Nach einem Gespräch mit Mitgliedern der Ortsgemeinschaft Liemke einigten sich die Beteiligten darauf, den Heiligenhäuschenweg nicht mit in das EFRE-Projekt aufzunehmen, weil der Weg von einem Heiligenhäuschen zum nächsten natürlich meistens über Asphalt verlaufe. Dem Gesprächskreis gehörten schließlich an: Klaus Seichter, Bernd Paarmann und Ludwig Teichmann vom Heimat- und Verschönerungsverein, Dietmar Gebauer von der Ortsgemeinschaft Senne, Eberhard Beckemeyer von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh sowie Imke Heidotting. Die augenfälligste Änderung, die Wanderer, Walker und Läufer im nächsten Frühjahr bemerken werden, ist, dass es die sperrigen Bezeichnungen A1 bis A9 nicht mehr gibt. Die Rundwanderwege bekommen gefällige Namen. Sechs Rundwanderwege sind in das Projekt „Zukunftsfit wandern“ aufgenommen. Das sind der Ems-Erlebnisweg, ehemals A5, der Holter Waldweg (A9), der Weg „Romantisches Furlbachtal“ (A3), der Schlossweg (A6 bis 9), der mit 12,6 Kilometern auch der längste Wanderweg ist. Der Waldteufelweg ist kein Rundweg, sondern nur eine Abkürzung innerhalb des Schlossweges. Außerdem die Senne-See-Familientour, die mit gerade einmal 2,2 Kilometern auch für Familien mit kleineren Kindern zu bewältigen ist. „Bei der Neustrukturierung dieses Weges haben wir darauf geachtet, dass keine Asphaltstraße benutzt und auch die Landstraße L756 nicht überquert werden muss. Der Weg führt ganz eng um den See herum. Und da auf dem Logo ein Pferd zu sehen ist, haben wir schon einmal alle Mädchen gewonnen“, sagt Imke Heidotting und lacht. Romantisches Furlbachtal Die Stukenbrocker Zeitreise schließlich ist der letzte Weg, der vom Projekt betreut wird. Auch dafür gab es eine Streckenänderung. Der neue Weg ist 600 Meter kürzer als der alte A2. Und der Startpunkt ist nun an den Heimathäusern. Zwei Wege aus Schloß Holte-Stukenbrock sind zertifiziert worden. Der Rundweg „Romantisches Furlbachtal“ ist eine Natur-Tour. Dieses Zertifikat sei nur dann zu bekommen, wenn der überwiegende Teil der Wege nicht befestigt ist. Dazu gehöre auch schon eine Schotterung, um dem Weg eine gewisse Stabilität zu schaffen, erklärt Heidotting. Deshalb habe auch der Ems-Erlebnisweg das Zertifikat als Traumtour bekommen. Bögen im Logo meinen den Wald Auffallend an den Logos ist die Basis: zwei Bögen, die aus senkrechten Linien bestehen. „Das hat mit unserer Schloß Holte-Stukenbrocker Welle nichts zu tun“, erklärt Heidotting. Diese beiden Bögen seien dem Logo der Region Teutoburger Wald nachempfunden – und diese Basis sei in ganz OWL gleich. Die Logos, die auch auf den Schildern zu sehen sein werden, sind 8x12 Zentimeter groß. Wegweiser mit den neuen Logos sollen dafür sorgen, dass die Wanderer oder Läufer immer auf dem richtigen Weg bleiben. Am Start jedes Rundwanderweges steht eine große Infokarte, die einen Überblick über den Weg und seine Besonderheiten gibt. Dort wird auch ein QR-Code angebracht. Er kann mit dem Smartphone gescannt werden, so dass der Weg dann auch auf dem Handy nachzuverfolgen ist.

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