Mal ohne Luftgewehr: Auf dem Festplatz kann mit Pfeil und Bogen geschossen werden. - © Marwin Gansauge
Mal ohne Luftgewehr: Auf dem Festplatz kann mit Pfeil und Bogen geschossen werden. | © Marwin Gansauge

Schloß Holte-Stukenbrock SHS feiert den Bundesjungschützentag

Schloß Holte-Stukenbrock wird drei Tage lang zum Zentrum der Historischen Schützenbruderschaften. Die Jungschützen Stukenbrock-Senne haben ein gelungenes Fest organisiert.

Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock. Tausende junge und alte Schützen in Grün und Weiß prägten am Wochenende das Bild der Stadt. Mit dem Bundesjungschützentag (BJT) schufen die jungen Organisatoren der Bruderschaft St. Achatius Schützenfestfeeling im Herbst. Die Jungschützen aus Stukenbrock-Senne haben ihre Organisationsfähigkeit ein weiteres Mal unter Beweis gestellt. 2013 richteten sie den Bezirksjungschützentag aus, 2015 den Diözesanjungschützentag. Jetzt reiht sich der BJT in die Veranstaltungsliste ein. Mehr als 100 Bruderschaften aus den sechs Diözesanverbänden des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften kamen dafür nach Schloß Holte-Stukenbrock. Für die Übernachtungen im Gymnasium, der Realschule und der Lisa-Tetzner-Schule meldeten sich 1.400 Schützen an. 3,5 Kilometer langer Umzug Beim Festmarsch am Sonntag liefen nach Angaben der Organisatoren etwa 3.500 Schützen mit. Auf einer für Autos abgesperrten Strecke über dreieinhalb Kilometer marschierten sie die Holter Straße entlang, durch die Mergelheide bis hin zum Festplatz an der Alten Spellerstraße. Dort konnte geklönt und unter anderem mit Pfeil und Bogen geschossen werden. Hauptorganisator Alexander Jürgens, Jungschützenmeister der St.-Achatius-Schützen, ist zufrieden. „Die drei Tage waren rundum gelungen. Die jahrelange Planung hat sich gelohnt. Es wurde genau so, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagt der 24-Jährige. Besonders gefiel ihm das Miteinander der Schützen. „Auch wenn man sich nicht kannte, war der Umgang sofort freundschaftlich. Ob Jung oder Alt, wir sind alle auf einer Wellenlänge." Shuttle-Service Wer auf dem Festplatz einzelne Schützen fragte, bekam ähnliche Antworten: Der BJT sei gut organisiert worden, das Programm großartig, die Abläufe und Verpflegung toll. Ann-Kathrin Seidel (24) von den Jungschützen der St.-Sebastianus-Schützen Duisburg-Rahm fand die Bands „Smile" und „Q5" am Freitag- und Samstagabend im Festzelt großartig. Sie lobte die Organisation des BJT. „Wir haben in einem Klassenraum in der Hauptschule geschlafen. Der Shuttle-Service mit den Bussen hat immer super funktioniert." Alexander Jürgens dankt den zahlreichen Unterstützern, darunter der katholischen Frauengemeinschaft, dem Dorfverein und den anderen Schützenbruderschaften der Stadt. „Ohne die kräftige Hilfe hätte es nicht geklappt." Am Samstag und Sonntag trugen die Jungschützen Wettkämpfe aus. Auf dem Schießstand in Hövelhof sind Mannschaften angetreten, im Schützenhaus Stukenbrock-Senne fand das Bundesprinzenschießen statt. Neuer Bundesschülerprinz ist Sven Kluthe aus Delbrück-Boke. In den Sporthallen zeigten Fahnenschwenker der Bruderschaften ihr Können.

realisiert durch evolver group