Simulator: Wenn Sören den Hebel legt, dreht sich das Auto auf den Kopf. Dominique auf dem Fahrer- und Hannes auf dem Beifahrersitz versuchen sich aus der Unfallsituation zu befreien. Reinhold Feldick von der Verkehrswach beobachtet die Szene. - © Kristoffer Fillies
Simulator: Wenn Sören den Hebel legt, dreht sich das Auto auf den Kopf. Dominique auf dem Fahrer- und Hannes auf dem Beifahrersitz versuchen sich aus der Unfallsituation zu befreien. Reinhold Feldick von der Verkehrswach beobachtet die Szene. | © Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock Beim Landesjugendlager des THW geht es rund

Blaulichttag: Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und weitere Institutionen zeigen ihre Arbeitsgeräte. Wenn das Auto auf dem Dach liegt, kommt man mit einem Trick heil heraus. Am Freitag endet das Jugendlager in Stukenbrock-Senne

Schloß Holte-Stukenbrock. Plötzlich steht die Welt auf dem Kopf – das Auto hat sich überschlagen. Wenn solch ein Unfall passiert, ist es gut zu wissen, wie man sich am besten befreien kann. Dominique und Hannes können das jetzt. Die beiden vom Technischen Hilfswerk (THW) Brühl und Meschede probierten am Blaulichttag den Rettungssimulator der Verkehrswacht Gütersloh aus. Beim sogenannten Blaulichttag auf dem Gelände der ehemaligen Zeltstadt für Geflüchtete zeigten außerdem die Polizei, das THW, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die beiden Löschzüge der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr ihre Geräte und erklärten ihre Arbeit. "So nehmt Ihr die Last vom Gurt und könnt Euch abschnallen“ Wenn sich das Auto überschlagen hat, drückt das eigene Körpergewicht in den Sicherheitsgurt. So wird das Abschnallen schwierig. „Stoßt Euch mit Euren Händen gegen das Dach und mit den Füßen gegen die Frontscheibe. So nehmt Ihr die Last vom Gurt und könnt Euch abschnallen“, erklärt Reinhold Feldick von der Gütersloher Verkehrswacht den Jugendlichen, als sie in den Rettungssimulator steigen. Das ist ein schwarzer Kleinwagen auf einer Achse. Erst ist das Auto richtig herum. Dann legt Sören von der THW-Jugend Warburg einen Hebel am Simulator um – und schon drehte sich das Auto auf den Kopf. Dominique auf dem Fahrer- und Hannes auf dem Beifahrersitz machen, was ihnen Feldick erklärt hat – und befreien sich aus dem Auto. Die 750 Jugendlichen des THW-Landesjugendzeltlagers und weitere Besucher können an mehreren Stationen selbst aktiv werden. Hauptkommissar Rainer Nesemeier vom Polizeipräsidium Bielefeld hat einen Streifenwagen mitgebracht. Noel, Justus und Fabian machen das Blaulicht an und schauen in den Kofferraum. Dort finden sie unter anderem eine Weste, die Pistolenschüsse abfedert. Neben dem Streifenwagen steht ein Krankenwagen des DRK. Dort erklären Jürgen Strathaus und Thilo Dobschall die Erste Hilfe. Die Löschzüge Stukenbrock und Schloß Holte haben gleich drei Fahrzeuge mitgebracht. Auch eine Drehleiter, die bis zu 23 Meter ausgefahren werden kann. Das THW-Landesjugendlager endet am Freitag.

realisiert durch evolver group