Im neuen Stübchen: Oberst Karl-Heinz Deppe (v. l.), der stellvertretende Bürgermeister Hans Schäfer, Präses Karl-Josef Auris, Brudermeister Frank Hachmann und Zimmermann Hartwig Brinkmann haben schon einmal einen Blick ins Innere des Baus geworfen - hier entsteht die neue Schützenhalle. - © Patrick Herrmann
Im neuen Stübchen: Oberst Karl-Heinz Deppe (v. l.), der stellvertretende Bürgermeister Hans Schäfer, Präses Karl-Josef Auris, Brudermeister Frank Hachmann und Zimmermann Hartwig Brinkmann haben schon einmal einen Blick ins Innere des Baus geworfen - hier entsteht die neue Schützenhalle. | © Patrick Herrmann

Schloß Holte-Stukenbrock St.-Achatius-Schützen aus Stukenbrock-Senne helfen beim Ausbau ihrer Schützenhalle

Richtfest: Mobiler Schießstand lässt sich schnell aufbauen

Schloß Holte-Stukenbrock. Fast aus dem sprichwörtlichen Nichts bekommen die Mitglieder der St.-Achatius-Schützenbruderschaft 87.000 Euro zusammen. Das hört sich an wie ein Märchen. Und für die Schützen in Stukenbrock-Senne scheint es nun wahr zu werden. Dabei hatte es vor gut drei Jahren noch ganz und gar nicht danach ausgesehen. 2013 hatte der Gasthof "Forellkrug" geschlossen, in dem die Bruderschaft bis dato viele Veranstaltungen absolviert hatte. Seitdem fehlten Räume, unter anderem eine Schießbahn. Doch nach vielen Mühen und Widerständen gibt es jetzt ein Happy End. "Die Schützen haben wieder ein Zuhause", sagt der stellvertretende Schriftführer Michael Schniedermann während des Richtfestes anlässlich der Renovierung des Schützenhauses und des Anbaus eines neuen Schießstandes. Präses Karl-Josef Auris lobte das Engagement der Stukenbrock-Senner Schützen. "Nur wer mutig ist, kommt nach vorn". Er habe von Anfang an gesagt, "ich stehe dahinter" - trotz der anfänglich ungeklärten Finanzierungsfrage. Der Aus- und Umbau kostet 310.000 Euro. Ehrenamtlicher Einsatz ist mehr als 80.000 Euro wert Davon erbringen die Schützen fast 30 Prozent in Eigenleistung - das entspricht dem Wert der genannten 87.000 Euro. Bislang haben sich fast 80 Schützen ehrenamtlich engagiert. Einzig den Bau des Dachstuhls haben die Schützen vergeben. Hartwig Brinkmann, Nachbar der Schützenhalle und Zimmermann, hat sich darum gekümmert und der 238 Quadratmeter großen Halle ein Dach verpasst. "Ich finde es grandios, wie es bislang gelaufen ist", sagt Auris zum Richtfest. Mit ihrer Größe ist die Halle für 390 Personen ausgelegt. Der große Hauptsaal kann als Schießstand genutzt werden. Dafür sorgt eine mobile, schnell auf- und abbaubare Schießanlage. Für kleinere Veranstaltungen im Saal wird es eine Trennwand geben, so dass der Raum angepasst werden kann. In weiteren Räumen wird es unter anderem eine Waffenkammer, eine Küche und ein WC für Menschen mit Behinderungen geben. Dies wurde von der "Aktion Mensch" unterstützt. Außerdem bekommen die Räumlichkeiten eine neue Heizungsanlage spendiert. Hans Schäfer lobte die "Stätte der Begegnungen" und ist sich sicher: "Hier werden Feste gefeiert." Er gab bekannt, dass sich die Stadt ebenfalls beteiligt. Das Fördervolumen liegt "nach den Sportförderrichtlinien" bei 16 Prozent. Trotzdem sind noch nicht alle Kosten gedeckt. "Wir brauchen noch Geld für die Inneneinrichtung", sagt Brudermeister Frank Hachmann. Am 2. September, als man den Bau beschlossen habe, war das Geld für die Bauarbeiten da. Der Rest werde peu à peu gesammelt. "Zum Schützenfest werden wir es nicht schaffen", sagt Michael Schniedermann ganz deutlich. Das sei auch nie das Ziel gewesen. Fertig wolle man im "Sommer 2017" sein. Das Schützenfest 2017 wird noch im großen Zelt gefeiert. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, soll die Halle allen Sennern gehören. Die Damen der katholischen Frauengemeinschaft St. Achatius werden ihren Raum haben, und die Fahnenschwenker können die Halle zum Üben nutzen.

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