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Die Freigängerkatze namens Hexe wird seit Mittwoch, 17. Juli, vermisst. Für sie ist ein Finderlohn ausgesetzt. - © Achtung für Tiere e. V.
Die Freigängerkatze namens Hexe wird seit Mittwoch, 17. Juli, vermisst. Für sie ist ein Finderlohn ausgesetzt. | © Achtung für Tiere e. V.

Rietberg In Rietberg verschwinden immer mehr Katzen spurlos

In letzter Zeit sind vor allem Freigängerkatzen nicht wieder aufgetaucht. Aktuell wird Katze Hexe vermisst.

21.07.2019 | Stand 21.07.2019, 16:08 Uhr

Varensell. Astrid Reinke ist in großer Sorge: „Unsere Katze Hexe ist seit dem 17. Juli spurlos verschwunden. Sie war ortstreu und immer in Rufweite. Ich befürchte das Schlimmste." Reinke ist Vorsitzende des Vereins „Achtung für Tiere e. V.", der in Varensell am Vossebeinweg Tiere versorgt, die keiner haben will. Hexe sei die einzige Freigängerkatze gewesen, alle anderen Tiere seien eingezäunt. Nun ist Hexe weg. „Alle sind sehr traurig, sie war die Freundin aller Kinder und unsere ständige Begleiterin im Stall", sagt Reinke. Freigängerkatzen leben gefährlich, erklärt Astrid Reinke. Sie könnten angeschossen, in Fallen geraten, vergiftet oder angefahren werden. Außerdem könnten sie in nicht abgedeckten Pools ertrinken oder unbemerkt eingesperrt werden, dort dann verhungern oder verdursten. „Um unseren Hof herum leben viele scheue Katzen. Die meisten können nur mit Fernglas oder Wildkamera beobachtet werden. In der letzten Zeit sehe ich allerdings immer weniger Katzen. Und immer wieder melden sich Menschen, die ebenfalls auf der Suche nach ihrer Katze sind." Für Hexe ist ein Finderlohn ausgesetzt Manch einer möge sich durch Katzen belästigt fühlen. Dass in Rietberg Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freilaufkater- und -katzen gelte, wisse auch kaum jemand, kritisiert Reinke. „Das Ordnungsamt müsste über alle Kanäle die Kastrationspflicht und ihre Hintergründe erläutern. Stattdessen erhalten Menschen, die eine hungrige Katze bemerken, die Auskunft, wenn sie sie fütterten, würden sie automatisch deren Eigentümer. Das ist falsch und kann Menschen davon abhalten, Tieren in Not zu helfen." Und weiter: „Vielleicht sollen Fundkatzen gar nicht aufgegriffen werden, weil die Stadt für deren Unterbringung aufkommen müsste," fürchtet Reinke. „Wir jedenfalls wollen Hexe zurückhaben. Sie ist zutraulich und könnte auch von jemandem mitgenommen worden sein. Reinke hat eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt, wenn Hexe wieder nach Hause gebracht wird." Außerdem bittet der Verein „Achtung für Tiere e. V." die Bürger darum, Augen und Ohren offen zu halten und Bescheid zu geben, wenn etwas Verdächtiges passiert oder auch andere Katzen verschwinden. Nachrichten bitte an info@achtung-fuer-tiere.de.

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