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Der Breitbandausbau im Kreis Gütersloh kommt voran. - © picture alliance
Der Breitbandausbau im Kreis Gütersloh kommt voran. | © picture alliance

Kreis Gütersloh Startschuss: Der Breitbandausbau im Kreis Gütersloh kommt voran

147 Kilometer Glasfasernetz werden in den Außenbezirken im Kreis Gütersloh verlegt - 2020 soll der Ausbau abgeschlossen sein

Robert Becker
25.04.2019 | Stand 25.04.2019, 18:53 Uhr

Kreis Gütersloh. Der Breitbandausbau in den Außenbezirken des Kreises kommt voran. Am Donnerstag erfolgte an der Röckinghausener Straße in Rheda-Wiedenbrück der erste Spatenstich für den Ausbau, der bis Ende 2020 abgeschlossen sein soll. 147 Kilometer Glasfasernetz werden verlegt. Acht der 13 Kommunen sind beteiligt. Mit 90 Prozent beteiligen sich der Bund und das Land NRW an den Ausbaukosten. Der Bund fördert die Maßnahme mit rund 4,6 Millionen Euro, das Land NRW mit rund 3,7 Millionen. Zehn Prozent übernehmen die Kommunen als Eigenanteil.

Jens Bammann (v.l., Deutsche Telekom), Oliver Blanke (Zweckverband Infokom), Jannik Thiele (Projektleiter Micus-Strategieberatung), Landrat Sven-Georg Adenauer, Klaus Besser (Steinhagener Bürgermeister und Sprecher der Bürgermeister im Kreis) und Andreas Poppenborg (Geschäftsführer Infokom). - © Robert Becker
Jens Bammann (v.l., Deutsche Telekom), Oliver Blanke (Zweckverband Infokom), Jannik Thiele (Projektleiter Micus-Strategieberatung), Landrat Sven-Georg Adenauer, Klaus Besser (Steinhagener Bürgermeister und Sprecher der Bürgermeister im Kreis) und Andreas Poppenborg (Geschäftsführer Infokom). | © Robert Becker

„Wir sind dem Ziel, im Kreis Gütersloh flächendeckend eine Versorgung mit Breitband von mindestens 50 Megabit zu erreichen, mit dem heutigen Tag deutlich näher gekommen", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer. Der Zweckverband Infokom Gütersloh hatte für acht Kommunen den entsprechenden Antrag beim Bund gestellt: Borgholzhausen, Harsewinkel, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther sind dabei.

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Nicht beteiligt sind die Städte Halle, Verl, Herzebrock-Clarholz, Rietberg und Gütersloh, die in Sachen Breitbandausbau eigene Projekte verfolgen und eigene Förderanträge gestellt haben. Den Ausbau der Glasfaserleitungen übernimmt die Telekom.

Der Auftrag setze sich aus acht Ausschreibungen zusammen, erklärte Klaus Besser, Sprecher der Bürgermeister im Kreis Gütersloh. Mit zwei Kolonnen wird der Ausbau beginnend in Rheda-Wiedenbrück und Versmold vorangetrieben. Die Telekom setzt beim Ausbau zum Teil auf die sogenannte Vectoring-Technik, in der die Glasfaser bis zur Verteilerstation gelegt wird. Vom Verteiler werden die Haushalte per Kupferkabel angeschlossen. Werden Glasfaseranschlüsse bis ins Haus verlegt, seien sogar deutlich höhere Übertragungsleistungen möglich. Im Optimalfall seien bis zu einem Gigabyte denkbar, sagte Projektleiter Jens Bammann von der Telekom.

Weiße Flecken auf der Landkarte sollen verschwinden

Im September 2016 hatten Landrat Sven-Georg Adenauer und Vertreter des Zweckverbands Infokom den Förderbescheid für die jetzt begonnene Maßnahme in Berlin entgegengenommen. Im Herbst 2017 wurde die Telekom beauftragt. Planungen und Ausschreibung der einzelnen Leistungen folgten. Ziel der Bundesförderung sei es, die weißen Flecken in Sachen Breitband auf der Landkarte verschwinden zu lassen, schreibt der Kreis in seiner Presseinfo dazu.

Das Bundesförderprogramm wendet sich an Kommunen und Kreise mit unterversorgten Gebieten mit weniger als 30 Mbits/Sekunde. Insgesamt fließen 2,7 Mrd. Euro des Bundes in die Regionen. Vom Bund geförderte Ausbauprojekte werden vom Land zusätzlich mit weiteren 40 Prozent bezuschusst.

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