Michael Geymeier hält mit seinem Kältemobil derzeit oft an der "Tüte", um die Menschen dort mit Essen und Getränken zu versorgen. - © Heilsarmee Bielefeld
Michael Geymeier hält mit seinem Kältemobil derzeit oft an der "Tüte", um die Menschen dort mit Essen und Getränken zu versorgen. | © Heilsarmee Bielefeld

NW Plus Logo Bielefeld Heilsarmee schlägt Corona-Alarm: Bielefelder Obdachlose allein gelassen

Viele Hilfsangebote für Wohnungslose sind zu. Das Geld für Lebensmittel ist zum Monatsende längst ausgegeben. Heilsarmee-Pastor fordert dringend Lösungen. Auch die Grünen fordern schnelle Hilfen.

Jens Reichenbach

Bielefeld. Pastor Michael Geymeier von der Heilsarmee ist keiner, der aufgibt. Doch die Corona-Pandemie hat auch ihn gezwungen, sein Café – die Anlaufstelle der Heilsarmee – zu schließen. Zunächst verteilte er an Szenetreffpunkten 50 Liter Suppe pro Tag an Bedürftige. Dann kam am Dienstag die Bitte von Sozialdezernent Ingo Nürnberger, die Verteilung von Essen aufgrund der Infektionsgefahr einzustellen. Geymeier ist ratlos: „Viele Hilfsangebote und auch die Essensstellen sind geschlossen, die Obdachlosen werden völlig allein gelassen."

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