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So soll der Jahnplatz aussehen, an den Bushaltestellen wird es eng. Die Dächer fehlen noch. - © Bockermann/Fritze
So soll der Jahnplatz aussehen, an den Bushaltestellen wird es eng. Die Dächer fehlen noch. | © Bockermann/Fritze

Bielefeld Video-Simulation zeigt neuen Jahnplatz und seine Konfliktpunkte

Der fünfminütige Film führt vor Augen, wie die Verkehrsarten in Zukunft getrennt werden sollen - und wo es sich gefährlich knubbelt.

Joachim Uthmann
04.12.2019 | Stand 04.12.2019, 16:18 Uhr |

Bielefeld. Ein Fünf-Minuten-Film zeigt als Simulation, wie sich der Verkehr künftig über den Jahnplatz bewegen soll. Auffallend sind die rosafarbenen Radwege – die schnelleres Fahren ermöglichen, aber für Konfliktpunkte sorgen. An den Bushaltestellen trennen sie Einstieg und Wartebereich. Nicht nur deshalb sind die Pläne, zu denen ein unterirdisches Fahrrad-Parkhaus gehört und deren Umsetzung fast 30 Millionen Euro kosten würden, weiter höchst umstritten. Am Dienstagabend berät der Stadtentwicklungsausschuss darüber. Planer halten Knoten für leistungsfähig genug Das Planungsbüro Bockermann/Fritze hat simuliert, wie die Verkehrsströme sich verteilen. Die Prüfung soll belegen, dass der neue Jahnplatz leistungsfähig genug ist. Für Autos soll in beide Richtungen je eine Spur bleiben, daneben eine für Busse, die darauf halten und fahren.Die Radwege werden separat über den Fußgängerbereich geführt. An den Ampeln müssen die Radfahrer nicht halten. Das könnte gerade bei den Überquerungen zu Schwierigkeiten führen. Knubbeln wird es sich auch an den Bushaltestellen, wo der Radweg Einstieg und Wartebereich trennen. Der Film zeigt, dass es gefährlich werden kann. Vier Mal so viel Radverkehr wie heute Die Simulation spiegelt einen Werktag am Nachmittag gegen 16.31 Uhr wieder. Der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs (Busse) wurde im Sinne der Mobilitätsstrategie um 20 Prozent gegenüber heute erhöht, der des Radverkehrs sogar vervierfacht. Das käme dem Ziel der Verkehrswende, den Autoverkehr bis 2030 zu halbieren, näher.Einbezogen ist auch, dass die Friedrich-Verleger-Straße für Busse wieder vom Kesselbrink aus in Richtung Jahnplatz geöffnet wird. Das soll das Problem, dass künftig die Bushaltestellen weit auseinander gezogen werden müssen, lindern. Die Planer meinen, der Jahnplatz könne die zusätzliche Abbiegemöglichkeit verkraften. Allerdings geht das auf Kosten der Grünphasen für die anderen Verkehrsteilnehmer. Hier ist die Simulation zu sehen. Um das Video in voller Größe anzuschauen, klicken Sie einfach auf das Steuerelement im Video unten rechts:

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