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Bis heute traumatisiert: Rolf C. (Name geändert) hat nur grauenhafte Erinnerungen an die Aufenthalte im Kinderkurheim der Stadt auf Norderney. Dorthin wurde er zwei mal verschickt, eine mit vier, einmal mit sechs Jahren. Foto: Wolfgang Rudolf - © Wolfgang Rudolf
Bis heute traumatisiert: Rolf C. (Name geändert) hat nur grauenhafte Erinnerungen an die Aufenthalte im Kinderkurheim der Stadt auf Norderney. Dorthin wurde er zwei mal verschickt, eine mit vier, einmal mit sechs Jahren. Foto: Wolfgang Rudolf | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Bielefelder berichtet von Horror-Erlebnissen im Kurheim der Stadt

Unbekannte Ausmaße: 1972 wurde der heute 51-jährige Rolf C. als 4-Jähriger in Bielefelds Einrichtung auf Norderney verschickt. Was er erlebte, war traumatisierend. Tausende Kinder waren den „Tanten“ ausgeliefert

Ansgar Mönter
14.07.2019 | Stand 14.07.2019, 09:43 Uhr
Das Kinderkurheim Landkreis Bielefeld: In diesem Gebäude spielten sich die schrecklichen Erlebnisse ab, von denen Rolf C. berichtet. Das Haus steht – renoviert – heute noch. - © Archiv
Das Kinderkurheim Landkreis Bielefeld: In diesem Gebäude spielten sich die schrecklichen Erlebnisse ab, von denen Rolf C. berichtet. Das Haus steht – renoviert – heute noch. | © Archiv

Bielefeld. „30.000 Kinder", hieß es 1972 jubelnd zum 50-jährigen Bestehen des Kurheims der Stadt Bielefeld auf Norderney, „haben dort Erholung und Kräftigung" gefunden. In der örtlichen Presse überschlugen sich Politik, Verwaltung und Verantwortliche mit Lobeshymnen auf die Einrichtung. Kinder selbst kamen in den Berichten nicht zu Wort. Rolf C. war in jenem Jubiläumsjahr dort. Sechs Wochen lang erlebte er als Vierjähriger „blanken Horror" auf der Insel, wie er sagt. Er ist kein Einzelfall.

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