0
200 Stellplätze auf zwei Ebenen: MoBiel-Geschäftsührer Martin Uekmann (v.l.), Nahmobilitätsbeauftragte Barbara Choryan und Cornelia Christian (MoBiel) schieben ihre Räder die neuen Fahrradrampen hinauf.  - © Foto: Andreas Zobe/NW
200 Stellplätze auf zwei Ebenen: MoBiel-Geschäftsührer Martin Uekmann (v.l.), Nahmobilitätsbeauftragte Barbara Choryan und Cornelia Christian (MoBiel) schieben ihre Räder die neuen Fahrradrampen hinauf.  | © Foto: Andreas Zobe/NW

Bielefeld Neue Radstation in Bielefeld soll Ende Juli tatsächlich öffnen

Statik und der Einbau der Eingangstür machten Probleme. Jetzt werden bald die neuen Chipkarten ausgegeben. Weitere Stellplätze gibt's ab September

Christine Panhorst
10.07.2019 | Stand 10.07.2019, 13:17 Uhr

Bielefeld. Ende Juli soll es endlich so weit sein: In der früheren Hauptpost an der Nahariyastraße wird übergangsweise die Bielefelder Radstation wiedereröffnen - mit digitalisiertem Zugang und 200 Stellplätzen in Bahnhofsnähe. Bauliche Probleme hatten die Eröffnung um vier Monate nach hinten verschoben. Für wie lange das Provisorium jetzt bleiben soll? Das stehe noch nicht fest, sagt die Nahmobilitätsbeauftragte Barbara Choryan vom Amt für Verkehr. Verhandlungen zwischen Stadt und Deutscher Bahn um mögliche Flächen liefen. Langfristig sollen in einem Radstation-Neubau, verteilt auf zwei Standorte vor und hinter dem Bahnhof, Platz für 2.000 Fahrräder geschaffen werden. Das hatte der Stadtentwicklungsausschuss am 2. Juli beschlossen. Erst werden laut Stadt und MoBiel jetzt 140 weitere Stellplätze ab Herbst zur Verfügung stehen. Chipkarten-Ausgabe ab 15. Juli Entstehen sollen diese in neuen Fahrradkäfigen im Außenbereich vor der Radstation und am Bahnhof-Hinterausgang, Joseph-Massolle-Straße. Liefertermin sei September, so Choryan. Zusammen mit der provisorischen Radstation kommen so 340 sichere Stellplätze zusammen. Keine Verbesserung, sondern eine Rückkehr zum ursprünglichen Ist-Zustand. Denn auch die alte Radstation neben dem Hauptbahnhof bot bereits Platz für 340 Räder. Zugang erhielten die Kunden hier noch per Chipkarte- Dieses bewährte System und ein neuer Eingangsbereich werden jetzt Ende Juli am neuen Standort fertiggestellt sein. Zugangskarten gibt der Serviceschalter der Radstation an der Nahariyastraße ab dem 15. Juli aus. Kunden können sowohl Monats- als auch Jahreskarten erwerben und hier dann auf zwei Ebenen parken. Eine Treppe mit Fahrradrampen ermöglicht den Zugang zur unteren Etage. Außenstellplätze reserviert für Dauerparker Die Außenstellplätze in den Radkäfigen werden jedoch nur an Dauerfahrradparker mit Jahreskarte vergeben. Den Service in der Radstation übernimmt weiterhin Raúl Arenas mit seiner Fahrradwerkstatt "Etienne's Radladen". MoBiel-Geschäftsführer Martin Uekmann bat alle Kunden nochmals um Entschuldigungen für die langwierige Umbauphase. Bereits Ende Januar war der Güterschuppen abgerissen worden, in dem die Station bislang beheimatet war. Der Termin für die Eröffnung im März konnte nicht eingehalten werden. Beim Einbau der neuen Eingangstür in der alten Post hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Komplikationen gegeben. "Das ist ein altes Industriegebäude, die Statik musste immer wieder neu ausgerechnet werden", erklärt Hans Homrighausen, der den Eigentümer vertritt. Beim Durchbruch leistete unter anderem der Betonboden erheblichen Widerstand, in den Wänden war unerwartet viel Eisen verbaut. Derzeit werde im Inneren der ehemaligen Post nicht nur für die Radstation, sondern an vielen weiteren Stellen nach neuen Standards umgebaut, so Homrighausen. Die alten Behördenräume müssten für die moderne Büronutzung neu aufgeteilt werden. Die Fassade wird jedoch langfristig bleiben. Sie steht unter Denkmalschutz. Am Bielefelder Hauptbahnhof wird's bald schwierig, einen Fahrrad-Parkplatz zu finden Erneut Bauprobleme: Bielefelder Radstation wird noch später fertig Nächste Panne beim Fahrrad-Parkhaus der Post in Bielefeld

realisiert durch evolver group