Vereinigtes Europa: Die Flaggen der EU-Länder vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. - © picture alliance / Daniel Kalker
Vereinigtes Europa: Die Flaggen der EU-Länder vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. | © picture alliance / Daniel Kalker

Interview Expedition EU: Journalist Joris Gräßlin darüber, warum die EU so wichtig ist

In einem gemeinsamen Projekt von NW, Bertelsmann-Stiftung und Euranet bereisen drei Journalisten die EU. Am Mitwoch kommen sie zum "Debattierfest" nach Bielefeld

Lennart Krause
12.04.2019 | Stand 08.05.2019, 15:06 Uhr

Bielefeld. Am 26. Mai ist Europawahl. Die Neue Westfälische begleitet diese neben der nachrichtlichen Berichterstattung auch mit der „Expedition EU". Was genau es mit dem Gemeinschaftsprojekt von NW, Bertelsmann-Stiftung und Euranet auf sich hat, erklärt Joris Gräßlin im Interview. Er ist einer von drei Journalisten, die für die „Expedition EU" unterwegs sind. Joris Gräßlin, im Mai machst du dich auf zur „Expedition EU". Was genau passiert da? Joris Gräßlin: Gemeinsam mit meinen Kollegen Tom Sundermann und Matthias Schwarzer bin ich in Europa unterwegs, um zu zeigen, welche Errungenschaft das Europa, in dem wir leben, eigentlich ist. In 15 Tagen bereisen wir 15 Länder und erzählen Geschichten von Menschen vor Ort. Mit unserer Berichterstattung wollen wir möglichst viele Menschen motivieren, zur Europawahl zu gehen. Warum ist euch das Projekt so wichtig? Gräßlin: Weil wir im Alltag, glaube ich, viel zu oft vergessen, welche Vorteile wir durch die EU eigentlich haben und wie sehr sie unser Leben bereichert. Ich finde es beispielsweise großartig, dass wir für unser Projekt durch 15 verschiedene Länder reisen können, ohne auch nur ein Visum beantragen zu müssen. Wir müssen dank des Euros auch so gut wie nie Geld wechseln. Man kann heute einen Flug buchen, mit dem Personalausweis einchecken und andere Länder und Kulturen kennenlernen. Dinge, die vor gar nicht langer Zeit noch undenkbar waren. Wie berichtet ihr während eurer Reise? Gräßlin: Wir nutzen ganz verschiedene Kanäle, damit wir möglichst viele Menschen erreichen können. Es gibt neben Texten und Fotos auf nw.de regelmäßig Videos und Podcasts von vor Ort. Außerdem sind wir in den Social-Media-Kanälen sehr aktiv, vor allem bei Instagram. Da findet man unsere Geschichten und alles über unsere Reise. Ganz schön viel Aufwand für eine Europawahl . . . Gräßlin: Leider überhaupt nicht. Europa ist aktuell sehr unruhig. Ob der Brexit oder der Rechtsruck in manchen Ländern, oft hört man nur die negativen Dinge. Darum wollen wir mit der „Expedition EU" zeigen, dass Europa so viel mehr ist. Und das wir uns alle bewusst machen sollten, welche Vorteile uns Europa bietet und, dass viele Entscheidungen aus Brüssel unser alltägliches Leben berühren. Darum ist die Europawahl extrem wichtig. Gibt es die Chance, während der Expedition mit Euch in Kontakt zu kommen? Gräßlin: Klar, über Instagram etwa. Aber auch vorher kann man uns schon treffen und uns Ideen für Themen mit auf den Weg geben. Wo denn? Gräßlin: Zum Beispiel am 13. März im Lokschuppen in Bielefeld. Ab 19 Uhr läuft da das Debattierfest „Wir wählen Europa", bei dem wir uns und das Projekt vorstellen. Außerdem sind an dem Ende verschiedene Politiker und Prominente dabei, die sich mit dem Thema EU aus verschiedenen Perspektiven beschäftigen. Ich kann jedem nur empfehlen, vorbeizuschauen. Wir freuen uns schon auf interessanten Input für die „Expedition EU".

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