Bielefeld Bielefelder Max-Planck-Gymnasium bleibt beim Turboabi G8

Schulkonferenz hat Beschluss gefasst. Marienschule der Ursulinen kehrt zu G 9 zurück

Ariane Mönikes

Bielefeld. Ab dem kommenden Schuljahr soll in NRW Schluss sein mit dem Turboabi: 2019/2020 werden die Gymnasien zu G 9 zurückkehren. Nicht so das Max-Planck-Gymnasium (MPG). So hat die Schulkonferenz jetzt beschlossen, dass der achtjährige Bildungsgang (G8) fortgeführt wird. Und das nach Informationen der NW mit großer Mehrheit - 15 der 18 Mitglieder der Schulkonferenz hätten sich für einen Verbleib bei G 8 ausgesprochen. Laut Georgia Schönemann vom Amt für Schule hat sich von den sieben städtischen Bielefelder Gymnasien bisher nur die Schulkonferenz des Max-Planck-Gymnasiums für G 8 entschieden. Am Gymnasium Heepen beschäftigt sich die Schulkonferenz am 22. November mit dem Thema. Schulleiter Jörg Neumann: "Wir führen eine ergebnisoffene Diskussion darüber." Wie das MPG ist auch das Gymnasium in Heepen eine Ganztagsschule. "G 8 und Ganztagsunterricht passen gut zusammen", so Neumann. "G 9 und Ganztagsunterricht schließen sich aber auch nicht aus." Die Marienschule der Ursulinen - Schulträger ist die Stiftung Marienschule der Ursulinen - wird laut Schulleiter Günter Kunert zu G 9 zurückkehren. Die Schule habe aber ein ausgewiesenes Förderkonzept, das Schülern die Schulzeitverkürzung ermögliche. Fakt ist: Durch die Umstellung auf G 9 würde an den anderen sechs städtischen Bielefelder Gymnasien - wenn sie denn zu G 9 zurückkehren - ein zusätzlicher Raumbedarf in der Größenordnung von bis zu 25 zusätzlichen Klassen entstehen. "Daneben wird es einen weiteren Bedarf an Fach- und Differenzierungsräumen sowie Aufenthaltsbereichen geben", erklärt Schönemann. Das geht ins Geld. Das Land aber will für die Kommunen die Kosten ausgleichen, die durch die Umstellung entstehen. Auch in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am Dienstag, 18. September (16 Uhr, Altes Rathaus), ist die Rückkehr zu G 9 Thema. Es soll ab dem Schuljahr 2019/20 als Regelfall eingeführt werden. Will eine Schule bei G 8 bleiben, braucht sie einen Zweidrittelmehrheitsbeschluss der Schulkonferenz. Der muss bis zum 31. Januar 2019 vorliegen. Nur bei gravierenden Gründen können die kommunalen Schulträger ein Vetorecht geltend machen. Schulleiter Neumann will die Zeit bis Ende Januar bewusst nicht voll ausreizen. "Wir wollen sprechfähig sein, wenn bei uns der Tag der offenen Tür ist." In Bethel werden Fünftklässler-Eltern befragt, dann votiert die Schulkonferenz am 2. Oktober - und der Vorstand Bethels hat bekundet, dass er sich diesem Votum anschließen werde. Wenn, dann wird für die Fünfer rückwirkend zum G 9 zurückgekehrt.

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