Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen und Bürgermeister Marwan Daibes unterzeichnen die erste Projektpartnerschaft zwischen der Stadt Bielefeld und der Stadt Zababdeh im Westjordanland, Palästina. - © Christine Panhorst
Der Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen und Bürgermeister Marwan Daibes unterzeichnen die erste Projektpartnerschaft zwischen der Stadt Bielefeld und der Stadt Zababdeh im Westjordanland, Palästina. | © Christine Panhorst

Bielefeld Bielefeld schließt Projektpartnerschaft mit Zababdeh im Westjordanland

Festakt im Alten Rathaus: Oberbürgermeister Pit Clausen besiegelt gemeinsam mit Amtskollege Marwan Diabes die Projektpartnerschaft mit der Stadt in Palästina.

Christine Panhorst

Bielefeld. Lange hatte die Bielefelder Nahost Initiative für diesen Tag, für diesen Moment und den ersten Schritt zum Aufbau einer neuen, offiziellen Städtefreundschaft gekämpft. Beim Festakt im Rochdale-Saal im Alten Rathaus wurden jetzt die Urkunden zu einer dreijährigen Projektpartnerschaft mit der palästinensischen Stadt Zababdeh im Westjordanland unterzeichnet. Nachdem Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) und Zababdehs Bürgermeister Marwan Diabes das neue Bündnis mit ihren Unterschriften besiegelt hatten, gab es nicht nur einen Händedruck, sondern auch eine kurze, kräftige Umarmung. Ziel des unterzeichneten Vertrags ist eine verstärkte Zusammenarbeit bei Bildung und Ausbildung, für die auch Fördergeld von Bund, Land und EU lockt. Anbahnung seit acht Jahren Bielefeld pflegt bereits seit Jahrzehnten eine Partnerschaft zur israelischen Stadt Nahariya. Seit rund acht Jahren bemüht sich die Bielefelder Nahost-Initiative um die Anbahnung einer Städtefreundschaft in Palästina - mit der "anderen Seite" im ewig schwelenden Nahostkonflikt. Die Wahl fiel auf Zababdeh mit rund 3.700 Einwohnern. Doch erst im November 2017 hatte der Rat zugestimmt, die angebahnten Beziehungen zu vertiefen. Bürgerreise nach Zababdeh Zuvor hatte die Initiative bereits 16 Bielefelder Nahostforen mit teils prominenten Rednern wie dem früheren israelischen Botschafter Avi Primor und dem früheren Botschafter in Israel, Harald Kindermann, sowie Bielefelder Nahost-Filmwochen veranstaltet. Zuletzt hatten Anfang November 2017 20 Schüler und zwei Betreuer vom Gymnasium Bethel bei einem zehntägigen Gastaufenthalt zunächst Tel Aviv und Jerusalem auf israelischer Seite besichtigt und anschließend im palästinensischen Zababdeh länger Station gemacht. 2018 soll jetzt außerdem eine zweite Bürgerreise in die neue Projektpartnerstadt geplant werden.

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