0
Charlotte Roche ruft zum Boykott der Smoothies des Herstellers True Fruits auf. - © Pixabay
Charlotte Roche ruft zum Boykott der Smoothies des Herstellers True Fruits auf. | © Pixabay

True Fruits Sexistische Werbung: Charlotte Roche und ihre Fans räumen Supermarktregale um

Über Instagram ruft die Autorin zum Boykott des Smoothie-Herstellers auf. Mit einer Aktion inspiriert sie ihre Fans.

Julia Lichtnecker
06.09.2019 | Stand 07.09.2019, 08:43 Uhr

Berlin/Bonn. Charlotte Roche provoziert erneut. Dieses Mal reizt sie den Smoothie-Hersteller True Fruits, der in den vergangenen Wochen durch sexistische Werbung auffiel. Auf ihrem Instagram-Account rief die Autorin zum Boykott des Herstellers auf. Das Unternehmen mache sich über Opfer von sexueller Gewalt lustig, so Roche. In einer Instagram-Story zeigte die ehemalige Viva-Moderatorin zudem, wie sie im Supermarkt auf die Produkte des Smoothie-Herstellers reagierte. Im Kühlregal räumte sie die Flaschen nach hintern und stellte die Konkurrenzprodukte nach vorne. So soll verhindert werden, dass mögliche Kunden zu den Fruchtsäften von True Fruits greifen. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Sonnenschutz für die Öhrchen aus Müll vom Boden gebaut. Billie Eilish gesehen. Und gehört. Ich habe ganz grosse Hoffnungen für die Frauen der folgenden Generationen. Und ich habe zugeguckt wie der Koch am Stand für gebratene Nudeln einfach 2!! grosse Kellen voll weissen Zucker in den Wok geschüttet hat. Nach diesen Nudeln gabs keinen Nachtisch mehr. Ach und bitte kauft keine truefruit smoothies mehr. Die Hersteller_innen machen sich lustig über Opfer von sexueller Gewalt. #boycotttruefruits Man kann auch einfach ein paar Trauben und einen Haps Apfel und zwei Blaubeeren solange im Mund kauen und hin und herquetschen bis man einen ganz frischen personalisierten Smoothie hat. Das Kauen ist sehr wichtig, weil der Magen doch die Spucke braucht, um all die guten Inhaltsstoffe des Obstes zu zersetzen. Smoothie ist für Kaufaule. Oh. Wie das Wort aussieht. Toll. Nacht ihr Süssen. Ein Beitrag geteilt von Charlotte Roche (@chailatte_roche) am Aug 25, 2019 um 3:50 PDT Ihre Fans feiern die Aktion und räumen inzwischen selbst die Flaschen im Regal nach hinten. Über Instagram protokollieren sie ihren Protest, dafür gibt es einen Repost der Autorin, die 117.000 Follower auf Instagram hat. Das Unternehmen äußerte sich bisher nicht, postete am Dienstag allerdings kommentarlos das Foto eines Konkurrenzproduktes als Antwort auf die Aktion von Charlotte Roche. Nicht zum ersten Mal fällt True Fruits mit sexistischer Werbung auf. 2016 wurde in München die Außenwerbung des Unternehmens verboten, da diese anstößig sei. Andere Werbekampagnen wurden als rassistisch kritisiert. Im Februar wies das Unternehmen die Kritik in einer Stellungnahme zurück - "dumme Menschen" würden die Werbung missverstehen. Es wird Zeit, dass der rassistische, sexistische, ableistische, lookistische, (fat) shamende, objektifizierende und lookistische Dreck von @truefruits den Lebensmitteleinzelhandel verlässt. pic.twitter.com/hOQ3X6lC1b — Madeleine Alizadeh (@Alizadeh_MD) August 13, 2019

realisiert durch evolver group