Hühner sollen in Frankreich einen Fuchs getötet haben. - © picture alliance / abaca
Hühner sollen in Frankreich einen Fuchs getötet haben. | © picture alliance / abaca

Tiere Fuchs schleicht in Hühnerstall und wird von Hühnern totgepickt

Berufsschüler auf dem Geflügelhof in Frankreich finden nur noch den Kadaver des Raubtieres

Le Gros Chêne. Wenn ein Fuchs Hühner reißt, ist das für Landwirte ärgerlich, aber zumeist keine Nachricht. Anders herum aber wird es interessant. In Frankreich ist dieser Fall offenbar eingetreten. Auf einem Geflügelhof im Nordwesten Frankreichs sollen Hühner einen Fuchs in ihrem Stall zu Tode gepickt haben. Das berichten mehrere Medien, darunter die BBC und der Guardian. Der Fuchs soll sich in der Abenddämmerung auf das Gelände und dann in den Stall geschlichen haben. Weil dessen Tür wenig später durch die Zeitschaltuhr automatisch verriegelt wurde, konnte das Tier nicht mehr nach draußen. Berufsschüler der nahen Landwirtschaftsschule in Le Gros Chêne hätten bei der täglichen Kontrolle dann nur noch den Kadaver des Tieres gefunden. Den Berichten zufolge sagte ein Ausbilder gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, bei den Hühnern sei womöglich ein Herdeninstinkt ausgelöst worden und sie hätten den Fuchs mit ihren Schnäbeln attackiert. Spuren der Angriffe fanden sich demnach am Hals. Der Ausbilder vermutet, der Fuchs könnte Panik bekommen haben, "wegen der Zahl der Tiere". Die Hühner könnten sehr hartnäckig sein. Auf dem Geflügelhof sollen 3.000 Hennen leben, die tagsüber in Freilandhaltung ein 20.000 Quadratmeter großes Areal bevölkern. In den Stall geht es nur in der Nacht - das wurde dem Fuchs nun offenbar zum Verhängnis. Im vergangenen Jahr soll es dem Ausbilder zufolge bereits einen ähnlichen Fall mit einem Fuchs im Hühnerstall gegeben haben. Damals sei die Geschichte für die Hühner aber "sehr viel schlechter" ausgegangen.

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