Die Hauptfiguren: Lukas Kruse mit Töchterchen, Aykut Soyak und Roope Riski (vorne v. l.) freuen sich nach dem Schlusspfiff über den 3:0-Sieg über den FSV Frankfurt. Nur Doppeltorschütze Piossek fehlt auf diesem Bild. - © Foto: Marc Köppelmann
Die Hauptfiguren: Lukas Kruse mit Töchterchen, Aykut Soyak und Roope Riski (vorne v. l.) freuen sich nach dem Schlusspfiff über den 3:0-Sieg über den FSV Frankfurt. Nur Doppeltorschütze Piossek fehlt auf diesem Bild. | © Foto: Marc Köppelmann

SC Paderborn SC Paderborn: Kruse hält sein Team im Rennen

SC Paderborn: Gehaltener Strafstoß des Torhüters stellt die Weichen für einen am Ende klaren 3:0-Erfolg im Kellerduell gegen den FSV Frankfurt. Riski und Piossek treffen

Hartmut Kleimann

Paderborn. Fußball-Drittligist SC Paderborn hat das Kellerduell gegen den Tabellennachbarn FSV Frankfurt mit 3:0 (1:0) gewonnen und sich damit im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. "Das Team war der Matchwinner", befand dabei Cheftrainer Stefan Emmerling, der trotzdem einige Protagonisten ausgemacht hatte. Gegenüber dem 1:1-Remis in Halle hatte der Trainer seine Startelf nur auf einer Position verändert. Torhüter Lukas Kruse stand wieder von Beginn an auf dem Feld und musste aus dem Rückraum einen stotternden Start seiner Mitspieler erleben. Der hätte sich auch schnell als Fehlstart entpuppen können, wenn nicht Graudenz freistehend im Strafraum statt den Pfosten ins Tor getroffen hätte (18.). Nur zehn Minuten später stand Kruse dann ungewollt im Mittelpunkt. Der Schiedsrichter hatte nach einem Foul von Lukas Boeder an Graudenz auf den Punkt gezeigt. Yannick Stark lief an und Kruse hielt den Ball und seine Elf im Spiel. Kruse rückt schnell in den Mittelpunkt "Dass ich den so gehalten habe, geht zu einem hohen Prozentsatz auf die Kappe unseres Torwarttrainers Nico Burchert", wollte sich Kruse später gar nicht so gerne im Fokus sehen. Burchert bereite die Torhüter vor jedem Spiel mit sehr viel Videomaterial auf mögliche Elfmeterschützen des Gegners vor, stellte der Paderborner Schlussmann klar. So habe er sich auch noch ein Video von Yannick Stark angeschaut. Der Rest ist bekannt. Paderborn hatte zwei brenzlige Situationen unbeschadet überstanden und legte fortan einen Zahn zu. "Der gehaltene Elfmeter von Lukas hat uns einen enormen Schub gegeben", sagte nach dem Schlusspfiff eine weitere Hauptfigur, der Finne Roope Riski, der in den 15 Minuten vor der Halbzeit immer wieder gute Aktionen verzeichnete. SCP-Tore lassen auf sich warten In der 39. Minute musste er eigentlich schon die Führung erzielen, aber der Frankfurter Schorch fuhr ihm noch in die Parade. Als dann die zweite Minute der Nachspielzeit lief, brachte Youngster Aykut Soyak die sechste Ecke genau auf den Kopf von Tim Sebastian. Der zwang FSV-Keeper Pirson zu einer Glanzparade, aber dessen Abwehr landete genau bei Riski, der den Ball kompromisslos unter den Querbalken hämmerte. Auch nach der Pausenerfrischung benötigten die SCP-Spieler ein paar Minuten, um wieder richtig in Schwung zu kommen. Gerade als sich der FSV ein paar kleine Vorteile erkämpft hatte, startete Paderborn einen klasse Konter. Aykut Soyak legte dabei gekonnt zurück auf Marcus Piossek, der das etwas beruhigende 2:0 erzielte. Als dann auch noch Frankfurts Mittelfeldspieler Marc Heitmeier verletzt vom Feld musste und Trainer Lettieri zuvor schon drei Mal ausgewechselt hatte, lag der Vorteil klar bei den Gastgebern, die in der 76. Minute erneut durch Piossek den Treffer zum 3:0-Endstand bejubeln durften. So schauten nach dem Spielende endlich mal wieder alle SCP-Akteure einigermaßen zufrieden drein. "Wichtig ist, dass wir diese Liga halten. Leider mussten wir zuletzt immer wieder Nackenschläge wegstecken. Auch heute mit dem Elfmeter. Aber das sind so Situationen, die uns neuen Schwung geben", analysierte Kruse seinen gehaltenen Strafstoß und auch die 70 Minuten in Halle in Unterzahl.

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