Klare Botschaft der Fans auf der Tribüne: Lasst den SCP nicht untergehen. - © Marc Köppelmann
Klare Botschaft der Fans auf der Tribüne: Lasst den SCP nicht untergehen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborner Ausschuss beschäftigt sich mit Finanzgeflecht zwischen Stadt und SCP

Bündnisgrüne wollen zentrale Fragen im öffentlichen Teil klären - und FDP-Fraktionschef Grabenstroer möchte genaue Berechnungen vor einer Entscheidung anstellen

Peter Hasenbein

Paderborn. Die Diskussionen um die finanzielle Situation des SC Paderborn beschäftigt auch die Fraktionen im Paderborner Stadtrat weiter. Nachdem sich Bürgermeister Michael Dreier, CDU-Fraktionschef Markus Mertens und SPD-Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Henze schon in der vergangenen Woche deutlich gegen finanzielle Hilfen für die Stadiongesellschaft und den Verein ausgesprochen hatten, wollen es die Bündnisgrünen nun genauer wissen. Sie nehmen die gesamte Situation zum Anlass für eine Anfrage in der Hauptausschusssitzung am kommenden Dienstag, 21. März, um 17 Uhr im Rathaus. Sie fragen danach, welche vertraglichen Beziehungen zwischen dem SC Paderborn, der Stadiongesellschaft und der Stadt Paderborn überhaupt bestehen. Und welche Zahlungsverpflichtungen sich daraus für den Verein, die Stadiongesellschaft und die Stadt ergeben würden. Außerdem wollen die Grünen wissen, ob der Verein und die Stadiongesellschaft die bestehenden Zahlungsverpflichtungen bis heute pünktlich geleistet haben. Fragen über Fragen Weitere Fragen sind: Wie sieht die Heimfallregelung im Erbpachtvertrag zum Stadion aus? Welche Verpflichtungen können sich dabei für die Stadt Paderborn ergeben? Mit welchen Konsequenzen ist für das Trainingszentrum zu rechnen? Hat der Verein seit der Mitgliederversammlung Gespräche mit der Stadt Paderborn geführt oder angefragt? Die Grünen bitten außerdem darum, dass die Fragen so weit wie möglich öffentlich beantwortet werden sollten. Dass diese Fragen in die richtige Richtung zielen, daraus machte am Mittwoch FDP-Fraktionschef Karsten Grabenstroer im Gespräch mit nw.de keinen Hehl. Auch wenn die FDP-Fraktion im Rat noch keinen Beschluss zum Umgang mit dem SC Paderborn gefasst habe, wie Grabenstroer betont, "für mich steht fest, dass man genau rechnen muss, was am Ende eigentlich günstiger ist". Und dabei müssten alle Varianten ins Kalkül gezogen werden. "Ja oder Nein ist mir dabei zu einfach", meint Karsten Grabenstroer. Nach seiner Meinung könne es ja durchaus sein, dass eine kurzfristige Hilfe für die Stadiongesellschaft und den Verein günstiger ausfallen könne für die Stadt, als später die ganzen Liegenschaften übernehmen zu müssen. "Hier geht es nicht um die finanzielle Hilfe für ein Unternehmen, das könnte man ganz sicher nicht unterstützen. Hier geht es auch um den Sport und einen Sportverein. Das ist schon noch auf einer anderen Ebene", begründet FDP-Fraktionschef Grabenstroer seine Haltung.

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