Ballsicher: Paderborns Kevin Stöger (l.) verbrachte seine bislang erfolgreichste Zeit als Fußballprofi beim heutigen SCP-Gegner aus Kaiserslautern. - © Marc Köppelmann
Ballsicher: Paderborns Kevin Stöger (l.) verbrachte seine bislang erfolgreichste Zeit als Fußballprofi beim heutigen SCP-Gegner aus Kaiserslautern. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn Paderborns Stöger kennt sich beim 1. FC Kaiserslautern aus

Heimspiel gegen den Ex-Verein für ehemaligen Kaiserslauterer ein ganz besonderes Spiel

Werner Schulte

Paderborn. Die aktuelle Krise spielt sich in knallharten Fakten wider. Der SC Paderborn ist seit acht Zweitligaspielen sieglos und schoss in den vergangenen drei Partien kein einziges Tor. Zuletzt traf der Ex-Lauterer Kevin Stöger ins Schwarze. Das war am 4. Dezember 2015, als der Österreicher beim 1:2 in Nürnberg kurz vor Schluss noch ein bisschen Ergebniskosmetik betrieb. Vor dem heutigen Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr Benteler-Arena) hegt auch Stöger ("Das ist wirklich ein ganz besonderes Spiel für mich") angesichts des Wiedersehens mit seinem Ex-Verein einige Vorfreude. Schließlich hat der 22-Jährige bei den Roten Teufeln als Leihgabe des VfB Stuttgart zwischen 2013 und 2015 seine bislang erfolgreichste Zeit als Fußball-Profi verbracht. Insbesondere die Spielzeit 2014/15 spielt beim offensiven Mittefeldspieler eine gewichtige Rolle. Kaiserslauterns ehemaliger Cheftrainer Kosta Runjaic berief Stöger satte 32 Mal in den Kader, 22 Startelf-Einsätze und acht Einwechselungen ließen ihn in der Pfalz zum fast schon unverzichtbaren Stammspieler reifen. Bilanzwerte, die der Österreicher bei seiner sportlichen Entwicklung als "sehr wichtig" stets in bleibender Erinnerung behalten wird. Beste Gründe also, sich nach dem Ende des Leihgeschäfts zwischen Stuttgart und dem 1. FCK auch massiv mit einer Fortsetzung der Karriere bei den Lauterern zu beschäftigen. Deren ehemaliger Manager Markus Schupp wollte ihn schon im November 2014 frühzeitig "an den Verein binden", aber die Schwaben, bei denen Stöger noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer 2017 besaß, spielten nicht mit. "Robin Dutt wollte mich unbedingt zurückholen", erinnert sich der Österreicher auch an "gute Gespräche" mit dem VfB-Sportvorstand. Mit Martin Harnik und Florian Klein hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Österreicher beim VfB etabliert, aber als auch deren Landsmann Stöger im Sommer 2015 wieder zum Kader stieß, fiel der Dritte im Bunde kurzerhand durchs Raster. Nach dem zweiten Trainingslager waren die Würfel gefallen, Ex-Coach Alexander Zorniger sah im 22er-Kader keinen Platz für den jetzigen Paderborner, der sich schlussendlich für einen Neustart beim ostwestfälischen Zweitligisten entschied. Diesen Schritt habe er bislang "nicht bereut", sagt der 22-jährige, "obwohl ich hier neben vielen positiven inzwischen auch ein paar negative Dinge erlebt habe". Mit einem Sieg über die Pfälzer will Stöger heute natürlich wieder ein positives SCP-Kapitel schreiben. Und weil er nun mal sehr viel über die Gäste weiß, "weiß ich auch, dass wir gegen die gewinnen können", sagt der vor Selbstbewusstsein strotzende Mittelfeldstratege mit dem geballten Intimwissen über den heutigen Kontrahenten aus Kaiserslautern.

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