Gute Laune in schwierigen Zeiten: Michael Born (r.) mit Co-Trainer Sören Osterland (l.) und Chefcoach Stefan Effenberg. - © Sarah Jonek
Gute Laune in schwierigen Zeiten: Michael Born (r.) mit Co-Trainer Sören Osterland (l.) und Chefcoach Stefan Effenberg. | © Sarah Jonek

SC Paderborn SCP-Sport-Geschäftsführer Born ist mit der Transferbilanz zufrieden

Er hält große Stücke auf die vier Winterzugänge. Lakic und Saglik könnten unter Umständen doch noch den Verein wechseln

Paderborn. Michael Born ist Stress gewohnt. Die vergangenen Wochen waren für den Sport-Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn allerdings besonders schwierig. Neuzugänge mussten her. Und das Angebot auf dem Transfermarkt war nicht gerade üppig.

Mit Innenverteidiger Tim Sebastian (RB Leipzig), Mittelfeldspieler Robin Krauße (Jena) sowie den Stürmern Jakub Sylvestr (Nürnberg) und Nicklas Helenius (Aalborg) lotste Born vier Neue an die Pader. „Und wir sind absolut zufrieden", zieht der Sport-Geschäftsführer eine Transferbilanz.

Vor allem auf Tim Sebastian hält er große Stücke. „Mit ihm haben wir eine starke Persönlichkeit hinzugewonnen. Tim kann der neue Abwehrorganisator werden", hofft Born, dass der 32-Jährige in die Fußstapfen des noch immer schmerzlich vermissten Uwe Hünemeier treten kann.

Nicklas Helenius als "gute Lösung"

Wie schon im Sommer, als diverse Spieler den SCP erst in der Spätphase der Vorbereitung verließen, stand Born auch jetzt vor einer schweren Aufgabe, die durch den Trainingslager-Eklat um Nick Proschwitz nochmals deutlich komplizierter wurde. Binnen einer Woche musste Ersatz her. Born wurde in Dänemark fündig. „Mit Nicklas Helenius haben wir eine sehr gute Lösung gefunden. Er kostet zudem keine Leihgebühr und wir haben eine Kaufoption", sagt der Sport-Geschäftsführer, der zuvor bereits ein Leihgeschäft mit dem 1. FC Nürnberg ausgehandelt und Jakub Sylvestr verpflichtet hatte. Hinzu kommt Robin Krauße, den der SCP im Vorgriff auf die nächste Saison aus Jena holte.

Die vier Neuen befeuern den Konkurrenzkampf und sorgen auch für eine veränderte Team-Hierarchie. Michael Born erwartet aber nicht nur deshalb ein noch härteres Ringen um die Stammplätze. Denn gerade die Jungspunde hätten in der Wintervorbereitung auf sich aufmerksam gemacht.

„Da wäre natürlich Mirnes Pepic zu nennen. Aber auch Sebastian Schonlau und Marc Brasnic haben gezeigt, dass sie absolut konkurrenzfähig sind", urteilt der SCP-Manager, der trotz aller Turbulenzen mit der Vorbereitung zufrieden ist: „Das Trainingslager wurde zwar komplett vom Proschwitz-Vorfall überschattet. Aber nichtsdestotrotz hat der Trainer mit der Mannschaft hervorragend gearbeitet."

Wechsel von Saglik und Lakic nicht ausgeschlossen

Das Kapitel Proschwitz ist mit dem Wechsel des Stürmers nach Belgien beendet. Auch arbeitsrechtlich gibt es laut Born kein Nachspiel. Von den drei Spielern, die im Dezember nach der 0:4-Pleite in Bochum suspendiert worden waren, wurde derweil nur Daniel Brückner (RW Erfurt) an einen anderen Verein vermittelt. Mahir Saglik und Srdjan Lakic stehen dagegen weiter auf der SCP-Gehaltsliste.

„Es gab lose Anfragen, aber keine konkreten Verhandlungen", verrät Born, der aber nicht ausschließt, dass es noch zu einem Wechsel kommt. In einigen ausländischen Ligen wie in Russland oder China wäre die Transferliste schließlich bis Ende Februar offen.

Unabhängig davon gilt aber auch Borns Aufmerksamkeit erst einmal voll und ganz dem Zweitligaspiel am Freitag in Sandhausen. „Es wird ein kampfbetontes Spiel. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Denn die letzten Testspiele haben gezeigt, dass es bei uns immer besser funktioniert", so der Sport-Geschäftsführer.

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