Und los geht’s: Bei leichtem Nebel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt begann der 17. Silvesterlauf im Wiehengebirge. Beim Start vorne mit dabei waren auch Thomas Altmann vom SV Oetinghausen und Hund Walker, der gleich mal die Führung übernimmt. - © Björn Kenter
Und los geht’s: Bei leichtem Nebel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt begann der 17. Silvesterlauf im Wiehengebirge. Beim Start vorne mit dabei waren auch Thomas Altmann vom SV Oetinghausen und Hund Walker, der gleich mal die Führung übernimmt. | © Björn Kenter

Rödinghausen Silvesterlauf in Rödinghausen bietet Laufvergnügen für Mensch und Hund

Auch bei der 17. Auflage der beliebten Veranstaltung stehen der Spaß an der Bewegung und die einfallsreichen Verkleidungen der Teilnehmer im Mittelpunkt

Björn Kenter

Rödinghausen. Wenn Rotkäppchen und der böse Wolf gemeinsam mit Donald Trump durch den Wald laufen und wenig später auch noch Schneewittchen und die sieben Zwerge mit der bösen Königin im Schlepptau folgen, muss man sich keine Sorgen um seinen Gesundheitszustand machen: Es ist 11 Uhr am 31. Dezember, soeben hat der Silvesterlauf des CVJM Rödinghausen begonnen. Traditionell hatten sich auch bei der 17. Auflage zahlreiche Teilnehmer originelle Verkleidungen überlegt, in denen sie die 5,5 Kilometer lange Strecke durch das Wiehengebirge wahlweise ein- oder zweimal absolvierten. Als besonders kreativ erwies sich das Trailteam OWL, dessen Leiter Karl-Walter Decius alias Alberich von der Else neben Schneewittchen auch gleich zwölf Zwerge und die böse Königin ins Rennen schickte. Während die Königin (Karin Hegi-Koch) sogar ihren Spiegel ins Ziel rettete, war Schneewittchen (Anja Lück) der berühmte Apfel abhanden gekommen. „Beim Start hatte ich ihn noch, dann muss er unterwegs irgendwo verloren gegangen sein", rätselte Lück. Ohne Verkleidung, aber dafür nach nur 42:18 Minuten im Ziel war Marco Rehmeier. Der für die LG Lage-Detmold startende Läufer war zum ersten Mal in Rödinghausen dabei und sicherte sich auf Anhieb den Sieg bei den Männern über die 11-Kilometer-Strecke. „Auf meinem Trainingsplan stand für heute ein Tempolauf. Da ich keine Lust hatte, alleine zu laufen, bin ich hierher gefahren", meinte Rehmeier trocken. „Es hat Spaß gemacht, die Strecke ist durchaus anspruchsvoll, ich komme gern wieder", lobte der Sieger. Für Jasmin Brammert, die bei den Frauen über 11 Kilometer gewann, war es der zweite Erfolg beim Silvesterlauf. „Auf der ersten Runde mussten die Füße erst einmal warm werden. Zudem muss man sich bei den steilen Anstiegen die Kräfte etwas einteilen", sagte die Triathletin aus Hiddenhausen. „Die Strecke hier ist super, das war ein schöner Jahresabschluss, auch weil hier durch die Kostüme eine tolle Atmosphäre herrscht", strahlte Brammert. Eine bemerkenswerte Leistung zeigte der erst 15-jährige Arved Gronau (TG Ennigloh), der sich in 21:03 Minuten den Gesamtsieg über die 5,5 Kilometer in der Schülerklasse sicherte und zwei Minuten schneller als der Erstplatzierte bei den Männern war. „Ich bin das vierte Mal dabei, aber das war bislang die beste Zeit", freute sich Gronau. Um den Ablauf zu erleichtern, hatten die Organisatoren den Startbereich weiter nach hinten verlegt, um Läufer und Walker trennen zu können. An der leicht veränderten Streckenführung lag es allerdings vermutlich nicht, dass die Startpistole von Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer nicht ganz reibungslos funktionierte und zunächst den Dienst verweigerte. Dennoch gelang es Vortmeyer, die Teilnehmer pünktlich auf die Strecke zu schicken. Organisator Markus Kellermeyer vom CVJM Rödinghausen war mit dem Ablauf der Veranstaltung zufrieden, auch wenn es nach dem Rennen den einen oder anderen kleinen Zahlendreher gab. „Die Ergebnisse im Internet sind alle korrekt, das Wichtigste ist, dass wir auch in diesem Jahr keinerlei Verletzungen hatten", betonte Kellermeyer, der selbst bei der Startnummernausgabe half. „Das hat sehr gut geklappt, allerdings überlegen wir, im kommenden Jahr bei der Anmeldung bei OWI-Sport oder im Wiehenpark auch eine jeweilige Startnummer auszugeben, um die Ausgabe vor dem Start noch mehr zu entzerren", so der Chef des Organisationsteams. Insgesamt waren rund 50 Helfer, darunter auch Einsatzkräfte des DRK, am reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beteiligt und sorgten zusammen mit den Zuschauern trotz des Nebels für einen würdigen Abschluss des Jahres 2016.

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