In der regulären Spielzeit überlegen: Volkan Ünal vom VfB Fichte (vorne) behauptet den Ball gegen Yves Sander. - © Andreas Zobe
In der regulären Spielzeit überlegen: Volkan Ünal vom VfB Fichte (vorne) behauptet den Ball gegen Yves Sander. | © Andreas Zobe

Bielefeld VfL Theesen beim 3. Fruchtalarm-Cup erfolgreich

Ein gutes und intensives Testwochenende für die teilnehmenden Mannschaften

Nicole Bentrup

Bielefeld. Beim 3. Fruchtalarm-Cup des TuS Jöllenbeck wurde wieder fleißig für den guten Zweck gespendet. "Alle Erlöse, die an diesem Wochenende zusammen gekommen sind, gehen wieder komplett an das Projekt Fruchtalarm", sagt Turnierinitiator und Jöllenbeck-Coach Tobias Demmer. Fruchtalarm unterstützt krebskranke Kinder mit erfrischenden Fruchtcocktails in den verschiedenen Krankenhäusern. "Wir fahren mit unserer Fruchti-Theke durch ganz Deutschland. Die Kinder dürfen sich dann ihre Wunschcocktails selber mixen", beschreibt Projektkoordinatorin Eike Rehse das Handeln. Durch den Krebs gehen mitunter auch die Geschmacksnerven bei den jungen Patienten verloren. Durch die Fruchtsäure werden diese wieder angeregt. Sportlich war es wieder ein gutes und intensives Testwochenende für die teilnehmenden Mannschaften. Am Ende durfte sich der Turnierdebütant vom VfL Theesen direkt als Sieger eintragen lassen. In einem ereignisarmen Finale stand es im Landesligaduell zwischen dem VfB Fichte und dem VfL Theesen nach 90 Minuten 0:0. Die Entscheidung musste also vom Elfmeterpunkt fallen. Während für Theesen alle fünf Schützen trafen, vergab auf Seiten der "Hüpker" Volkan Ünal, so dass es am Schluss also 5:4 aus Theesener Sicht hieß. "Am Ende haben uns etwas die Körner gefehlt, auch wenn ich mit dem Gesamtverlauf der Vorbereitung an sich ganz zufrieden bin", sagte Fichtes Jungcoach Julian Hesse, der allerdings im sonntäglichen Finale mit der Effektivität seiner Mannschaft haderte. "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft. Theesen hat sich einfach hinten reingestellt. Vor dem Tor waren wir dann nicht zwingend genug", so Hesse weiter. Ein kleiner Wermutstropfen für Tobias Demmer war im diesjährigen Turnierverlauf der Auftritt von Westfalenligist SC Herford. An beiden Tagen schickte der SC Herford einen Mix aus A-Jugend und zweiter Mannschaft. "Das ist schon schade, dass ein Testspiel gegen Arminias U23 mehr wert ist, als unser Turnier, bei dem es um den guten Zweck geht und bei dem man den Termin bereits seit Februar kennt", meinte Demmer enttäuscht. Positiv hingegen empfand der Jürmker-Coach, dass die so beliebte "Blau-Weiße Nacht" am Samstagabend wieder sehr guten Zulauf verbuchen konnte und dass die Schiedsrichter ihre Aufwandsentschädigung zum größten Teil ebenfalls dem Projekt Fruchtalarm haben zukommen lassen. "So macht es doch wirklich Spaß. Man kann zwei Dinge miteinander kombinieren. Die wichtigen Testspiele und die Unterstützung für eine gute Sache", so Tobias Demmer, der sich alsbald wieder an die Organisation für den 4. Fruchtalarm-Cup setzen wird.

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