Ganz stark: Alischa Islek (l.) und Samir Talo (r.) holten den NRW-Meistertitel. Coach Detlef Berning (Mitte) war stolz. - © NW
Ganz stark: Alischa Islek (l.) und Samir Talo (r.) holten den NRW-Meistertitel. Coach Detlef Berning (Mitte) war stolz. | © NW

Bielefeld Boxer Islek und Talo holen sich NRW-Meisterschaft

In zwei Wochen findet ein Kampftag in Bielefeld statt

Bielefeld. Bei den diesjährigen NRW-Meisterschaften der Jugend in Gronau holten Alischa Islek und Samir Talo vom BC Vorwärts Bielefeld die Goldmedaille. Beide lösen damit das Ticket für die deutsche Meisterschaft. Alexandru Sava-Weiß wurde Vizemeister. An zwei Tagen wurden in Gronau die Landesmeistertitel der Jugend ausgeboxt. Nur eine der insgesamt 40 Halbfinal- und Finalansetzungen endete vorzeitig durch Aufgabe - sicher ein Beleg dafür, wie eng die Leistungsdichte bei den besten Nachwuchsboxern in Nordrhein-Westfalen ist. Meisterin im Halbweltergewicht wurde Alischa Islek. Im Halbfinale setzte sich die deutsche Vizemeisterin gegen Stefania Tse aus Hamm durch. Im Kampf um Gold bekam sie Dunja Teröde aus Bocholt vor die Fäuste. Teröde fightete tapfer, konnte Bielefelds Powerfrau jedoch nicht gefährden. Mittelgewichtler Samir Talo setzte sich im Halbfinale gegen Furkan Kilic aus Duisburg durch und traf im Finale auf einen alten Bekannten. Es war Rene Kubicki vom DBS 20/50 Dortmund, den Talo bereits in der Westfalenmeisterschaft geschlagen hatte. Dieser wollte im Finale auf jeden Fall seine Reichweitenvorteile nutzten. Doch Samir marschierte, passend zum Vereinsmanen, permanent vorwärts, um seinem Gegner den Raum zu nehmen und ihn nicht aus der langen Distanz boxen zu lassen. So gelang es Talo im Nahkampf die entscheidenden Treffer zu setzen. Am Ende stand der Bielefelder ganz oben auf dem Treppchen. Schwergewichtler Alexandru Sava-Weis tat sich diesmal etwas schwer in einem engen Finale gegen Masino Burg von den Faustkämpfern aus Mönchengladbach. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde und einer starken zweiten ging der Kampf nach hinten raus doch klar verloren. Sava-Weis schaffte es nicht, seine Linie über die gesamte Distanz zu halten und musste am Ende eine Niederlage akzeptieren. Sehr enttäuschend lief es leider auch für Marko Ikonic im Weltergewicht bis 69 kg. In einem engen Halbfinalkampf sahen die Punktrichter seinen Gegner Diyar Coscun vom Boxteam Schalke vorne. Seine Trainer - an diesem Wochenende teilten sich die BC-Coaches Alexander Bich und Detlef Berning die Arbeit hinter den Ringseilen - bescheinigten Ikonic jedoch, einen beherzten Kampf geliefert zu haben. Es fehlte in manchen Situationen am Distanzgefühl, was sicherlich auf eine fünfmonatige Kampfpause zurückzuführen ist. So konnte er nicht wie gewohnt den Fight führen. Seine Gewichtsklasse war in diesem Jahr in den ersten Meisterschaftsrunden nicht besetzt. Weiter geht es bei den Männern mit der Westfalenmeisterschaft in eigener Halle. Der Boxclub Vorwärts veranstaltet das Viertelfinale am 9. April in der kleine Halle der Gesamtschule Schildesche.

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