Julian Hofmann, Ex-Handballer der HSG Augustdorf-Hövelhof, hat im Lippischen sein Glück gefunden. Handball spielt er jetzt in Großenmarpe. ⋌ - © FOTO: ROUVEN THEIS
Julian Hofmann, Ex-Handballer der HSG Augustdorf-Hövelhof, hat im Lippischen sein Glück gefunden. Handball spielt er jetzt in Großenmarpe. ⋌ | © FOTO: ROUVEN THEIS

Ein Berliner wird heimisch

HANDBALL: Ex-Augustdorf-Hövelhofer Julian Hofmann arbeitet in Blomberg

Augustdorf/Hövelhof. Ein Berliner, der sich dem Handball verschrieben hat und mittlerweile auch im Stab eines Handball-Bundesligisten mitarbeitet, hat nur bedingt etwas mit dem Kreis Paderborn zu tun – meinen wahrscheinlich die meisten. Trotzdem war Julian Hofmann über vier Jahre mittendrin im handballerischen Geschehen in und um Paderborn.

Im März 2009 war der gebürtige Berliner der Liebe wegen in den Kreis Lippe umgesiedelt. Freundin Michaela Seiffert, nun Hofmann, schnürte damals nämlich noch die Schuhe für den Frauenhandball-Bundesligisten HSG Blomberg/Lippe. Julian Hofmanns sportliche Ursprünge liegen beim TSV Marienfelde. 1990 begann dort somit gewissermaßen die Laufbahn des heute 27-Jährigen, die in den folgenden Jahren bis in die Regionalliga führen sollte.

1996 ging es weiter zum VfL Lichtenrade, fünf Jahre später folgte der Wechsel in das Leistungszentrum des PSV Tegel. Mit den dortigen Jugend-Teams feierte der Linksaußen beachtliche Erfolge, wurde unter anderem Nordostdeutscher Meister, orientierte sich wegen seiner Ausbildung zum biologisch-technischen Assistenten aber in Richtung Preußen Berlin, wo er parallel zur A-Jugend auch in der Herren-Oberliga zum Einsatz kam.

"2007 sind wir dann sogar bis in die Regionalliga aufgestiegen", kann sich Hofmann noch gut an einen seiner größten sportlichen Erfolge erinnern. 2008 fand er dann mit der ebenfalls aus Berlin stammenden und damals noch bei Bayer Leverkusen unter Vertrag stehenden Michaela Seiffert, die sich kurze Zeit später dem Bundesligisten HSG Blomberg/Lippe anschloss, auch sein privates Glück. 2009 folgte der Umzug in lippische Gefilde – und Julian Hofmann wurde vom Oberligisten HSG Augustdorf/Hövelhof mit einem Vertrag ausgestattet.

"Für mich kamen damals nur Lemgo II und Augustdorf/Hövelhof als neue Vereine infrage. In Augustdorf hatte ich vorher zur Probe mittrainiert – und es hat einfach gepasst", so Hofmann.

Im März 2012 kam es dann für den Berliner noch besser. Die HSG Blomberg/Lippe fragte an, ob Hofmann, der ein BWL-Fernstudium absolviert, nicht Unterstützung im Organisations- und Marketingbereich leisten könne. Hofmann sagte zu – und arbeitet seitdem auf der HSG-Geschäftsstelle mit.

Als am 26. Dezember vergangenen Jahres aber Sohn Elias das Licht der Welt erblickte, hatten sich die Hofmannschen Prioritäten endgültig auf Familie, Beruf und Blomberg beschränkt. Und obwohl der Vertrag in der Senne noch bis 2014 Bestand gehabt hätte, trennten sich die Wege der HSG Augustdorf/Hövelhof und des Linksaußen.

Mit dem Landesligisten TV Großenmarpe hat er nun aber einen neuen Club gefunden, "bei dem der Spaß ganz klar im Vordergrund steht." Anpassungsschwierigkeiten kennt Julian Hofmann aber ohnehin nicht: "Natürlich braucht man hier im Gegensatz zu Berlin ein Auto, um sich bestmöglich fortbewegen zu können – trotzdem fühle ich mich mittlerweile heimisch."

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