Die Beste beim Bundespokal

VOLLEYBALL: Irina Kemmsies siegt mit der NRW-Auswahl und wird zur Spielerin des Turniers gekürt

VON FRANK BEINEKE
Irina Kemmsies aus Paderborn wurde zur besten Spielerin des U17-Bundespokals gewählt. Moritz Reichert (Rheinland-Pfalz) wurde MVP beim Bundespokal-Turnier der U18-Jungen.
Irina Kemmsies aus Paderborn wurde zur besten Spielerin des U17-Bundespokals gewählt. Moritz Reichert (Rheinland-Pfalz) wurde MVP beim Bundespokal-Turnier der U18-Jungen.

Paderborn. Im Februar 2011 hatte Irina Kemmsies noch einen Kreuzbandanriss erlitten. Doch das Volleyball-Ass vom SC Grün-Weiß Paderborn kämpfte sich schnell zurück. So gewann die Paderbornerin im Oktober mit der U16-Auswahl des Westdeutschen Volleyballverbandes (WVV) den Bundespokal Nord. Am vergangenen Wochenende setzten Kemmsies und Co. noch einen drauf: Beim U17-Bundespokal in Hannover-Laatzen sicherte sich die NRW-Auswahl souverän den ersten Platz. Und Irina Kemmsies sicherte sich als Krönung auch noch den MVP-Titel.

Die Trainer der 15 Landesauswahlen wählten die 16-jährige Paderbornerin zur wertvollsten Spielerin des Bundespokals. "Und das völlig zurecht, denn Irina war mit Sicherheit die auffälligste Spielerin des Turniers und für uns ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg", urteilt Wolfgang Schütz. Der WVV-Sportdirektor aus Paderborn ist Trainer der siegreichen U17-Mädchen, die ihren Gegnerinnen zumeist nicht den Hauch einer Chance ließen. So hatte die NRW-Auswahl in der Vorrunde die Teams aus Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt jeweils glatt in zwei Sätzen bezwungen.

Im Viertelfinale gelang ein weiterer 2:0-Erfolg gegen Niedersachsen. Lediglich im Halbfinale gegen Sachsen wackelte der Turnierfavorit aus NRW. Nach dem 25:15 im ersten Durchgang ging Satz Nummer zwei mit 12:25 verloren. "Da ging gar nichts. Aber unsere Stammformation ist dann zum Glück ruhig geblieben", kommentiert WVV-Coach Schütz den 15:8-Erfolg im dritten Satz. Der Finaleinzug war perfekt.

Und in eben jenem Endspiel fegten die NRW-Mädchen die Auswahl Berlins mit 2:0 vom Parkett. "Unsere Mannschaft hat den selbst erzeugten Druck, unbedingt ins Finale kommen zu wollen, mit der nötigen Lockerheit verbunden. Die Mädels haben ihr spielerisches Niveau zu hundert Prozent abrufen können", freut sich Wolfgang Schütz und lobt den tollen Zusammenhalt im Team des westdeutschen Vorzeige-Jahrgangs. "Da sind echte Freundschaften entstanden", sagt der WVV-Sportdirektor, der beim Bundespokal eine Irina Kemmsies in Gala-Form erlebte.

"Ich kann ihre unpräzisen Zuspiele an den Fingern einer Hand abzählen. Das ist in dieser Altersklasse absolut außergewöhnlich", wundert sich Schütz selbst ein wenig über die Topleistung seiner Regisseurin, die in den vergangenen Monaten einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat. Seit August besucht Kemmsies das Volleyball-Internat des USC Münster, für den die Paderbornerin bislang vornehmlich im Oberliga-Team agierte.

Ab der kommenden Saison wird Irina Kemmsies nun Stammkraft in der USC-Reserve, die in der 2. Bundesliga aufschlägt. Zuvor aber will die 16-Jährige auch in der Jugend-Nationalmannschaft für Furore sorgen. Die Tickets für die im Sommer anstehenden Lehrgänge dürfte Irina Kemmsies nach diesem Bundespokal-Turnier fest gebucht haben.

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