Trey Hampton (l.), der hier im Vorbereitungsspiel gegen Hannover den Ball gegen Steven Monse behauptet, blieb bei der Niederlage in Jena weit unter seinen Möglichkeiten. - © FOTO: KÖPPELMANN
Trey Hampton (l.), der hier im Vorbereitungsspiel gegen Hannover den Ball gegen Steven Monse behauptet, blieb bei der Niederlage in Jena weit unter seinen Möglichkeiten. | © FOTO: KÖPPELMANN

Die Großen in der Pflicht

BASKETBALL: Gacaev erwartet von seinem Frontcourt eine deutliche Steigerung

VON FRANK BEINEKE

Paderborn. Am 14. September hatten die Webmoebel Baskets Paderborn ein Vorbereitungsspiel gegen die UBC Tigers Hannover klar mit 103:84 gewonnen. Doch gut sechs Wochen später hat sich längst gezeigt, dass die Aussagekraft solcher Partien extrem gering ist. Denn trotz der exzellenten Vorbereitungsphase verloren die Paderborner zuletzt vier Pro-A-Liga-Spiele in Folge. Und so reisen die Baskets an diesem Samstag mit entsprechend wenig Selbstvertrauen nach Hannover, wenn es in der AWD-Hall ein Wiedersehen mit den UBC Tigers (19 Uhr) gibt.

Das Team aus der niedersächsischen Landeshauptstadt hat unterdessen bereits drei Siege auf dem Konto. "Das ist eine mental enorm starke Mannschaft", urteilt Paderborns Trainer Artur Gacaev und verweist auf Hannovers Erfolge gegen Karlsruhe und in Cuxhaven. "Da haben die jeweils einen 16-Punkte-Rückstand wettgemacht", betont Gacaev.

Schwächephasen dürfe sich sein Team daher nicht erlauben. Auch eine verschlafene Anfangsphase wie jüngst in Jena, wo die Baskets das erste Viertel mit 11:24 verloren hatten, sei gegen eine so abgezockte Mannschaft wie Hannover tödlich. Aus eben jener Partie in Jena schöpft Paderborns Trainer allerdings auch neue Hoffnung. "Unsere Defensivleistung war dort sehr in Ordnung", lobt Gacaev.

Zudem hätten Topscorer Kejuan Johnson (27 Punkte) und die Wendt-Zwillinge auf den Guard-Positionen starke Leistungen gebracht. Eine erhebliche Steigerung erwartet Gacaev dagegen von seinem Frontcourt. "Von den großen Spielern muss mehr Unterstützung kommen", fordert der Baskets-Coach. So hatten die Center Hampton, Hillesland und Fumey in Jena zusammen ganze 15 Punkte und neun Rebounds markiert.

"Wir haben in dieser Woche verstärkt daran gearbeitet, die Großen besser in Position zu bringen. Zudem müssen sie mehr ins Eins gegen Eins gehen", erklärt Gacaev, der auch in Hannover auf die verletzten Ben Spöler und Kyle Roemer verzichten muss. Und so wird Marketing-Manager Martin Duggen erneut im Baskets-Kader stehen.

"Wir sind aber zuversichtlich, dass Ben und Kyle gegen Rhöndorf wieder dabei sein", sagt Paderborns Trainer mit Blick auf das nächste Heimspiel am Samstag, 6. November. Und vielleicht laufen die Webmoebel Baskets dann auch mit neuem Selbstvertrauen auf. Paderborns Korbjäger müssten am Samstag in Hannover "nur" an den 14. September 2010 anknüpfen.

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