Torhüter Nils Dresrüsse. - © FOTO: JULIAN RÜTER
Torhüter Nils Dresrüsse. | © FOTO: JULIAN RÜTER

"Wir müssen uns jetzt ein kleines Vorbild an Gummersbach nehmen"

IM GESPRÄCH: Nils Dresrüsse, 22-jähriger Torhüter des TBV Lemgo, vor dem Wiedersehen mit GWD Minden

Minden (jru). Nils Dresrüsse trug sechs Jahre das Trikot von GWD Minden. Seit der vergangenen Saison läuft der 22-jährige Torhüter für den Handball-Bundesligisten TBV Lemgo auf. Am Sonntag (17.30 Uhr) möchte er mit dem TBV Lemgo gegen seinen ehemaligen Verein gewinnen. Mitarbeiter Julian Rüter sprach vor dem OWL-Duell mit Nils Dresrüsse.

Nils, Sie sind 2005 nach Minden gekommen und haben sechs Jahre dort gespielt. Was denken Sie rückblickend über die Zeit? 
NILS DRESRÜSSE:
Ich denke, dass es für mich damals der richtige Schritt war, in Minden alle Jugendmannschaften und auch die zweite Mannschaft zu durchlaufen. Das ist einfach eine super Ausbildung für einen jungen, ambitionierten Handballer.

Wie bewerten Sie das vergangene Jahr in der ersten Mannschaft?
DRESRÜSSE:
Das erste halbe Jahr lief eigentlich ganz gut. Als der Wechsel feststand, lief alles ein bisschen unglücklich.

Sie haben Ihren Vertrag schon vorzeitig bis 2016 verlängert. Also gefällt es Ihnen ganz gut im Lipperland?
DRESRUESSE:
Das erste Jahr war wirklich perfekt. Ich habe dafür, dass ich erst 21 war, viele Spielanteile bekommen. Auch generell gefällt mir der Verein sehr. Es ist alles hoch professionell. Wir haben gute Trainingszeiten und auch ein klasse Team um die Mannschaft herum.

Anfang der Saison geriet Lemgo wegen anhaltender Geldprobleme in die Schlagzeilen. Wie geht man als Spieler damit um?
DRESRÜSSE:
Das war natürlich nicht so einfach. Dass Lemgo ein Verein ist, der auf die Jugend setzen muss und nicht mehr die großen Stars kaufen kann, war allen klar, aber damit hat man nicht unbedingt gerechnet. Für uns alle war das keine schöne Situation, aber wir als Mannschaft haben da sehr gut zusammengehalten, viel miteinander unternommen und hinter dem Verein gestanden.

Hatte das bei Ihnen persönlich Auswirkungen auf die Leistung?
DRESRÜSSE:
Nein, das glaube ich nicht. Man hat nur in der Zeit an die Probleme gedacht wenn man in den Gesprächen war oder die Zeitung gelesen hat. Aber beim Training oder bei Spielen hat man in keinster Weise dran gedacht.

Jahrelang gehörte der TBV zur Elite der Liga. Nach elf Spielen steht die Mannschaft mit 4:18 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Wieso läuft es nicht rund?
DRESRÜSSE:
Da kommen mehrere Faktoren zusammen. Wir haben in dieser Saison bisher kein Spiel gemacht, wo nicht zwei oder drei Spieler verletzt waren, es mussten viele junge Spieler in die Mannschaft integriert werden und in vielen Spielen haben nur Kleinigkeiten gefehlt. In der vergangenen Saison haben wir die knappen Spiele gewonnen. Das müssen wir wieder schaffen.

Mit Christoph Steinert sind Sie zusammen Junioren-Weltmeister geworden. Hat man deshalb ein besonderes Verhältnis zueinander?
DRESRÜSSE:
Sicherlich vergisst man sowas nicht. Das war eine schöne Zeit und es war toll, zusammen so einen großen Titel zu gewinnen. Aber persönlichen Kontakt hatten wir in letzter Zeit eher weniger.

Wie bewerten Sie die Entwicklung von GWD?
DRESRÜSSE:
Ich kann dazu wenig zu sagen. Ich schaue hauptsächlich auf uns, und ich schaue auch generell eher ungern auf die Tabelle. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und gewinnen.

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