Damian Wleklak, hier beim letzten Heimspiel gegen Lemgo, steht vor einer Schulteroperation. - © FOTO: STEFAN POLLEX
Damian Wleklak, hier beim letzten Heimspiel gegen Lemgo, steht vor einer Schulteroperation. | © FOTO: STEFAN POLLEX

Wleklak fällt bis zum Saisonende aus

HANDBALL: GWD Minden beklagt vor dem Auswärtsspiel in Flensburg den vierten Langzeitverletzten

Minden (kn). Die Hiobsbotschaft traf gestern um 11.25 Uhr auf dem Trainer-Handy ein. Richard Ratka erfuhr während der turnusmäßigen Pressekonferenz des Bundesligisten GWD Minden davon, dass er die Rückrunde ohne seinen Spielmacher Damian Wleklak (33) bestreiten muss.

Der 131-malige polnische Nationalspieler meldete sich aus der Klinik Fleetinsel in Hamburg. Der Orthopäde Dr. Achim Hedtmann hatte den Mittelmann untersucht und ihm den 22. Dezember als Operationstermin für die lädierte rechte Schulter vorgeschlagen.

"O.k., lass es machen", antwortete Ratka. Die genauen Modalitäten müssen nun noch zwischen GWD-Mannschaftsarzt Dr. Jörg Pohlmann und Dr. Hedtmann sowie dem Spieler und dem Verein abgestimmt werden. Sicher ist damit, dass Damian Wleklak seine Teilnahme an der Europameisterschaft in Österreich (19. bis 31. Januar) vergessen kann und seinem Nationaltrainer Bogdan Wenta eine Absage erteilen muss.

Wleklak hatte sich die Verletzung in der Wurfarmschulter am 15. November bei der 27:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen in der Kampa-Halle zugezogen. Als der Pole in den folgenden Spielen gegen Dormagen, Gummersbach, Burgdorf und Lemgo kaum spielen, geschweige denn werfen konnte, war den Mindener Verantwortlichen klar, dass nach Anders Henriksson, René Bach Madsen und Georg Auerswald ein weiterer Spieler in der laufenden Saison nicht um eine Operation herumkommen würde.

"Es ist jetzt keine Überraschung mehr für uns. Damian war ja selbst unzufrieden mit sich, als er nicht mehr sein normales Niveau erreichte. Aber wir sind von ihm als Spielmacher nach wie vor überzeugt. Und wie er werden wir gestärkt aus dieser Sache hervorgehen", sagt Richard Ratka und macht seinem verlängerten Arm auf dem Spielfeld Mut.

Ob Wleklak am Samstag in Flensburg noch einmal einen Kurzeinsatz absolvieren kann, müssen die Ärzte kurzfristig entscheiden. Erste Alternative auf der Mittelposition wird Stephan Just sein. Dazu kann sich Richard Ratka vorstellen, dass auch Barna Putics oder der wieder genesene René Bach Madsen dort auftauchen werden.

Flensburg lieferte dem Meister THW Kiel am Mittwoch bei der 26:31-Heimniederlage einen großen Pokalfight. "Das Spiel war sehr intensiv und interessant. Es hat gezeigt, dass auch eine Mannschaft wie Flensburg ihre Grenzen hat. Sie haben vielleicht ähnliche Probleme wie wir, allerdings auf einem ganz anderen Niveau", stellte GWD-Coach Ratka nach der TV-Übertragung, die er zusammen mit dem kompletten GWD-Team ansah, fest.

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