Essen/Menne Hohe Auszeichnung für Hans-Joachim Fietz

Tischtennis: Der Kreisvorsitzende erhält den Albrecht-Nikolai-Pokal

Besondere Ehre für einen besonderen Ehrenamtler: Beim ordentlichen Verbandstag des westdeutschen Tischtennisverbandes in Essen wurde der Kreisvorsitzende Hans-Joachim Fietz aus Menne mit dem Albrecht-Nikolai-Pokal ausgezeichnet. - © Klaus Verburg, WTTV
Besondere Ehre für einen besonderen Ehrenamtler: Beim ordentlichen Verbandstag des westdeutschen Tischtennisverbandes in Essen wurde der Kreisvorsitzende Hans-Joachim Fietz aus Menne mit dem Albrecht-Nikolai-Pokal ausgezeichnet. | © Klaus Verburg, WTTV

Essen/Menne. Im Rahmen des ordentlichen Verbandstages des westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV) wurde Hans-Joachim Fietz aus Menne mit dem Albrecht-Nikolai-Pokal geehrt. Dies ist eine Auszeichnung die der WTTV seit 1950 an Vereine, Mannschaften, Aktive oder Funktionäre aus Nordrhein-Westfalen einmal pro Jahr verleiht, die besondere Leistungen im Tischtennis aufzuweisen haben oder durch besondere Verdienste aufgefallen sind.

Hans-Joachim Fietz wurde im Jahre 1945 durch die Folgen des 2. Weltkrieges aus seinem Geburtsort in Münsterberg (Niederschlesien) mit seiner Familie vertrieben. Dadurch, dass sein Vater früh verstarb, musste Hans-Joachim Fietz zusammen mit seiner Mutter und der jüngeren Schwester bereits im Kindes- und Jugendalter stets Verantwortung tragen.

Information

Der Preis

Benannt ist der Preis nach dem Tischtennisspieler Albrecht Nikolai, der dem Verein ESV Blau-Rot Bonn und vor dem 2. Weltkrieg den Stuttgarter Kickers spielte und dem Gau Mittelrhein vorstand.

Nikolai verstarb im Alter von 38 Jahren. Seine Bonner Vereinskameraden stifteten den Nikolai-Pokal.

Diese Verpflichtung war auch der Grund warum Hans-Joachim Fietz seit dem 17. Lebensjahr zum Funktionär und Vorzeigesportler und zu einer "lebenden Tischtennis-Legende" avancierte. Über ein halbes Jahrhundert ist der 72-jährige nun als Aktiver und als Funktionär im Tischtennissport am Wirken. Im Jahr 1962 gründete er zusammen mit einigen Jungerwachsenen die Tischtennisabteilung im SV Menne. Die aktuell über 190 Mitglieder zählende Tischtennisabteilung in dem 850-Seelendorf Menne führte er über 41 Jahre bis 2003 sehr erfolgreich. Unter seiner Führung spielten bis zu 15 Mannschaften auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene. Sogar für Wettkämpfe bis auf westdeutscher und nationaler Ebene konnten sich Spielerinnen qualifizieren. Seit 1966 ist er der Kreisvorsitzende im Tischtennissportkreis Höxter-Warburg. Eine so lange und erfolgreiche Funktionärstätigkeit findet kaum seinesgleichen im deutschen Sport. Jedes Amt wird von Hans-Joachim Fietz sehr zuverlässig mit Elan und Engagement ausgeübt. Von all seinen Weggefährten erhält er durch seinen unermüdlichen Einsatz und dem ausgeprägten Sinn für Fairness immer große Anerkennung. Neben den höchsten Kreis- und Bezirksehrungen im Tischtennissport besitzt er seit Juli 1984 die Goldene Ehrennadel des westdeutschen Tischtennisverbandes. Im Juli 1987 ehrte sein Heimatverein ihn mit der Vereinsehrennadel in Gold. In der Zeit von 1993 bis 1999 führte er als 1. Vorsitzender die Geschicke im Sportverein Menne. Aufgrund seiner großen Verdienste wurde er 2002 zum Ehrenmitglied ernannt. Im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Tischtennisabteilung zeichnete ihn der Sportwart des Westdeutschen Tischtennisverbandes Manfred Sauerbrei im August 2002 als Träger der Ehrenplakette des WTTV aus. Mit der höchsten Auszeichnung des WTTV gehört Fietz einer kleinen auserwählten Gruppe sehr verdienter Persönlichkeiten um den Tischtennissport an.

Verschiedene Mitgliedschaften in Aufsichtsräten, öffentlich- und privatrechtlichen Einrichtungen konnte Fietz nebenbei stets exzellent und zum Wohle seiner verschiedenen Ehrenämter nutzen. Dass das Gemeinschafts- und Vereinsleben einen gebührenden Stellenwert im Bereich von Hans-Joachim Fietz erreichte, lag in hohem Maße an seine sehr vielen ehrenamtlichen Dienste in Sport, Politik und Wirtschaft, heißt es in der Laudatio.

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