Sie jubeln wieder: Philipp Krüger (l.) vom SVLO umarmt und gratuliert Eugen Holm (Mitte). FOTO: BENJAMIN BÜSCHENFELD - © Benjamin Büschenfeld | Sportfot
Sie jubeln wieder: Philipp Krüger (l.) vom SVLO umarmt und gratuliert Eugen Holm (Mitte). FOTO: BENJAMIN BÜSCHENFELD | © Benjamin Büschenfeld | Sportfot

Löhne Torflutwarnung vor Löhne-Obernbeck

HINTER DEM FUSSBALLTOR: Leidenschaft und menschliches Miteinander

Löhne. Der "Deutsche Fußball-Wetterdienst" gibt folgende Warnung heraus: Es besteht derzeit eine Torflutwarnung vor dem stürmischen SV Löhne-Obernbeck in der Herforder Fußball-Kreisliga B. Nach drei Siegen und 24:1 Toren gilt diese Warnung bis zum kommenden Sonntag, 15 Uhr. Dann stemmt sich der VfL Mennighüffen II mit Tim "Tornado" Krüger im Tor der Derby-Torflut entgegen.

Die Gegner werden weiterhin vor leichtsinnigen Fehlern in der Defensive und umstürzenden Viererketten gewarnt. Der "Tor-Orkan" SVLO geht nach drei A-Liga-Spielzeiten mit einer schwach windigen Torausbeute weiter extrem gierig auf die Gegner zu. Nähere Auskünfte gibt der "SVLO-Fußball-Diplom-Meteorologe" Markus Drawert.Drei Spieltage und 180 Minuten in der Herforder Fußball-B-Liga haben nicht nur den SV Löhne-Obernbeck elektrisiert, dessen 11:0 in Hiddenhausen II und das jüngste 9:0 bei Rot-Weiß Dreyen II schon jetzt die höchsten Auswärtssiege in der Vereinsgeschichte zu Beginn einer Saison darstellen dürften. Wer mehr als 20:0 Tore nach zwei Auswärtsspielen im Archiv findet, möge sich melden.

SVLO-Trainer Markus Drawert hat natürlich keine "windigen", sondern handfeste Gründe, die er glücklich erklärt. "Die Mannschaft ist jetzt schon weiter als in der vergangenen Saison zum gleichen Zeitpunkt. Die vielen Neuzugänge haben sich prächtig integriert, das menschliche Miteinander ist einfach super. Ich ziehe meinen Hut vor der Elf",sagt Drawert. Beispiel Niko Neddermann: "Da kommt er nach dem 9:0 in Dreyen zu mir und sagt fast entschuldigend: Sorry, Trainer, aber ich habe noch einige Chancen liegen lassen, hätte einiges besser lösen können". Drawert gefällt diese Selbstkritik, aber auch die Gier und Leidenschaft nach mehr: "Sie waren mit den neun Toren in Dreyen fast nicht zufrieden, haben die 90 Minuten bei der brütenden Hitze durchgestürmt."

Ein dickes, dazu pädagogisches Lob holte sich auch Stürmer Philipp Krüger ab, der vier Treffer in Dreyen schoss. "Vor einem Jahr kam er an und sagte: Mist, Trainer, fünf Torchancen vergeben und machte sich einen Kopf", so Drawert. Nach dem 9:0 in Dreyen und zuvor in Hiddenhausen strahlte er: "Trainer, klasse, ich habe heute fünf Tore mit vorbereitet." Da blüht des Trainers Herz auf, und Drawert (der auch den Neuen Chris-Philip Job als "überragenden" Fußballer mit lobte) will dieses neue Selbstbewusstsein weiter fördern, auch "wenn es derzeit für die Gegner wenig zu hinterfragen gibt, was uns betrifft" (Drawert). Die nächsten Fußballfragen werden dem SVLO am kommenden Sonntag vom VfL Mennighüffen II gestellt, im Derby ab 15 Uhr. VfL-Trainer Can Eyisabuncular ist mit seinen Jungs (sechs Punkte, zwei überzeugende 4:1/5:0-Siege zuletzt) ebenso recht stürmisch unterwegs.

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