Frankfurt/Herford Frauenfußball: Infotagung beim Deutschen Fußball-Bund

Die Zeichen deuten auf eingleisige 2. Liga

Walter Dollendorf

Frankfurt/Herford. Die eingleisige 2. Liga wird im Frauenfußball in naher Zukunft eingeführt. Dies erfuhren Björn Hebbe und Hans-Ulrich Laege, 1. und 2. Vorsitzender des Herforder SV, bei einer zweitägigen Infotagung in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt. "Gemunkel über Pläne, die eingleisige 2. Liga im Frauenfußball einzuführen, gibt es schon seit Jahren. Nun werden die Pläne konkret", sagt Björn Hebbe. Geplant ist laut Hebbe, dass die Saison 2017/18 zur Qualifikation genutzt wird. Ab der Saison 2018/19 soll dann die 2. Bundesliga, die derzeit in zwei Staffeln Nord und Süd ausgespielt wird, eingleisig laufen. 14 Mannschaften sollen nach den DFB-Plänen in dieser Liga spielen. Derzeit sind es pro Staffel zwölf Mannschaften. Auch 2. Mannschaften der Erstligisten sollen in der eingleisigen 2. Liga spielen können. "Details müssen noch geklärt werden. Zudem muss der DFB-Bundestag im November den Plänen noch zustimmen. Aber die eingleisige 2. Liga wird kommen, da bin ich mir jetzt sicher", sagt Björn Hebbe. Für den HSV-Vorsitzenden ist die neue 2. Liga eher eine Chance als ein Risiko. "Positiv ist, dass die Qualität in der 2. Liga zunehmen wird und sich dadurch auch das Gefälle zwischen Erst- und Zweitklassigkeit verringert. Natürlich werden die Reisekosten steigen, da müssen die Zweitliga-Vertreter sicherlich noch mit dem DFB sprechen, inwieweit der Zuschuss erhöht wird", sagt Hebbe. Die 1. Mannschaft des HSV spielt am Samstag bei einem gut besetzten Turnier in Recklinghausen mit.

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