Sie sollen es richten: Der Herforder SV geht mit der Vorsitzenden Birgit Schmidt (hinten v. l.), Pia-Marie Salzmann, Meike Delissen, Lisa Lösch Isabelle Knipp, Lena Schulte; Torwart-Trainer Thomas Runkewitz (mittlere Reihe v. l.), Physiotherapeut Fabian Bergfeld, Physiotherapeut Deniz Atila, Lea Althoff, Merza Julevic, Betreuerin Stephanie Delissen, Jessy Atila, Lena Göllner, Lena Hackmann, Mannschaftsarzt Ludger Spohrs-Schroedter, Trainer Jürgen Prüfer; Giustina Ronzetti (vorn v. l.), Friederike Schaaf, Carina Schlüter, Leonie Heitlindemann, Josephine Plehn, Christabel Oduro und Luisa Lagaris sowie Anja Barwinsky (nicht auf dem Bild) in die Saison der 2. Frauenfußball-Bundesliga. - © Yvonne Gottschlich
Sie sollen es richten: Der Herforder SV geht mit der Vorsitzenden Birgit Schmidt (hinten v. l.), Pia-Marie Salzmann, Meike Delissen, Lisa Lösch Isabelle Knipp, Lena Schulte; Torwart-Trainer Thomas Runkewitz (mittlere Reihe v. l.), Physiotherapeut Fabian Bergfeld, Physiotherapeut Deniz Atila, Lea Althoff, Merza Julevic, Betreuerin Stephanie Delissen, Jessy Atila, Lena Göllner, Lena Hackmann, Mannschaftsarzt Ludger Spohrs-Schroedter, Trainer Jürgen Prüfer; Giustina Ronzetti (vorn v. l.), Friederike Schaaf, Carina Schlüter, Leonie Heitlindemann, Josephine Plehn, Christabel Oduro und Luisa Lagaris sowie Anja Barwinsky (nicht auf dem Bild) in die Saison der 2. Frauenfußball-Bundesliga. | © Yvonne Gottschlich

Herrford Herforder SV stellt seine neue Mannschaft vor

2. Frauenfußball-Bundesliga: Herforder SV will in der oberen Tabellenhälfte mitmischen

Dirk Kröger

Herrford. Beim Herforder SV hat sich vieles verändert. Zunächst einmal gilt das natürlich für die Spielklasse, denn nach dem Abstieg aus der Frauenfußball-Bundesliga spielt die 1. Mannschaft des Vereins wieder einmal in der Zweitklassigkeit. Das bedeutet auch, dass der Etat auf ein Volumen von 35 Prozent im Vergleich zur Vorsaison schrumpfte. Entsprechend hat sich auch das Gesicht der Mannschaft verändert. "Wir haben ja doch einen Stamm halten können", macht Trainer Jürgen Prüfer klar, dass er vor keinem kompletten Neuaufbau steht. Vor allem das Bleiben von Giustina Ronzetti und Merza Julevic war lange Zeit fraglich. Aber: "Die Basis ist da", stellt der Coach fest. Ergänzt wurde das Team vor allem durch Spielerinnen aus der eigenen 2. Mannschaft und der Jugend. "Viele von ihnen werden eine Anlaufzeit brauchen", wirbt der Trainer schon jetzt um Geduld. Das gilt auch, weil die Saison-Vorbereitung nicht optimal verlief. "Zum Teil hatte ich nur 12 oder 13 Spielerinnen beim Training", berichtet Prüfer. Neuzugang Christabel Oduro und Merza Julevic sind erst diese Woche zum Kader gestoßen, Leonie Heitlindemann war lange verletzt. "Uns fehlt die große Breite - da ist es wichtig, dass wir von Verletzungen verschont bleiben", sagt er - und setzt vor allem auf die Spielerinnen, die in der vergangenen Saison noch in der 1. Liga spielten. "Einige haben da Lehrgeld bezahlt. Sie müssen es jetzt besser machen", sagt Prüfer, der allerdings um die wirtschaftlichen Zwänge im Verein weiß. "Natürlich hätte ich noch Wünsche, aber mehr ist nicht möglich. Und damit müssen wir erst einmal klarkommen", sagt er. Die 2. Bundesliga Nord ist nicht nur seiner Meinung nach - auch durch die Eingruppierung beider Erstliga-Absteiger in diese Staffel - stärker geworden. Dennoch will der HSV in der oberen Tabellenhälfte mitmischen. Vorn sehen Jürgen Prüfer und die Vereinsvorsitzende Birgit Schmidt ein spannendes Titelrennen, an dem sich ihrer Meinung nach der FSV Gütersloh, der BV Cloppenburg, der 1. FC Lübars, der MSV Duisburg, der SV Meppen sowie die Zweitvertretungen von Turbine Potsdam und VfL Wolfsburg beteiligen werden. Das sind sieben der zwölf Zweitliga-Teams. "In diese Phalanx wollen wir einbrechen", sagt der Trainer, für den enorm viel von einem gelungenen Start in die Saison abhängt. "Nach den ersten Spielen werden wir sehen, wohin es geht", ist er selbst gespannt. Der Herforder SV muss angesichts seines geringen Etats sparen. Das wird auch an der 1. Mannschaft nicht vorbeigehen. "Beim ersten Saisonspiel in Kiel werden wir keine Übernachtung einplanen", macht Birgit Schmidt deutlich, dass nur wenig Geld zur Verfügung steht. Aber die Vereinsvorsitzende denkt schon weiter: "Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln und in den nächsten Jahren Spielerinnen aus der eigenen Jugend hochziehen - dann ist vielleicht auch wieder ein erneuter Aufstieg denkbar. Aus der eigenen Jugend kommt mit Leonie Heitlindemann auch eine vermeintliche Hoffnungsträgerin des Vereins. Die Mittelfeldspielerin aber war lange Zeit verletzt, trainiert erst seit einer Woche wieder. "Natürlich braucht auch sie noch ihre Zeit", macht Jürgen Prüfer deutlich. Am Samstag 15 Uhr steht das vorletzte Vorbereitungsspiel für den HSV bei der männlichen B-Jugend des SV Spexard an. Am Mittwoch geht?s zu Arminia Bielefeld. Und dann kann die Saison beginnen.

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