Es wird immer internationaler

Frauenfußball: Herforder SV verpflichtet Chilenin Maria Jose Rojas

Maria Jose Rojas (l.) wird von Birgit Schmidt in Herford begrüßt. Foto: Dirk Kröger
Maria Jose Rojas (l.) wird von Birgit Schmidt in Herford begrüßt. Foto: Dirk Kröger

Herford. Die Mannschaft des Herforder SV Borussia Friedenstal in der Frauenfußball-Bundesliga erhält immer mehr Internationalität. Nach den US-Amerikanerinnen Alexa St. Martin und Lydia Hastings sowie der Kanadierin Danica Wu stellte der Verein gestern mit der Chilenin Maria Jose Rojas (26) die vierte Spielerin vor, die von der anderen Seite des Atlantiks nach Ostwestfalen wechselte.

"Wir haben lange nach einer Stürmerin als Ersatz für die verletzte Giustina Ronzetti gesucht", sagte die Vereinsvorsitzende Birgit Schmidt, "jetzt haben wir sie gefunden." Trainer Jürgen Prüfer war nach ihren Worten vor allem von der Schnelligkeit der chilenischen Nationalspielerin, die zuletzzt für das Team der University of Texas in San Antonio (USA) spielte, angetan. Über einen Wechsel Rojas nach Herford sei schon seit mehreren Wochen verhandelt worden, dann habe es Probleme mit der Aufenthaltsgenehmigung gegeben. "Da geht unser Dank an die Stadt Herford, die uns dabei geholfen hat", sagte Schmidt.

Die Vereinsvorsitzende erklärte noch einmal, dass der HSV Spielerinnen aus Übersee "für kleines Geld" habe verpflichten können. "Ich wollte in der besten Liga der Welt spielen", erklärte denn auch auf englisch die Chilenin ihre Gründe für den Wechsel zum Bundesliga-Neuling. Sie hat bereits mit dem Team trainiert und zeigte sich beeindruckt davon: "Das Training hier ist um einiges anders, vor allem geht alles schneller und professioneller", stellte sie fest.

Rojas wurde im Jahr 2008 als Torschützenkönigin mit 63 Treffern in 21 Spielen der chilenischen Liga. Im vergangenen Jahr wurde sie als beste Spielerin ihrer Nationalmannschaft beim internationalen Turnier in Brasilien ausgezeichnet, wo für das chilenische Team Platz zwei heraus sprang.

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