Mirza Julevic, Neuzugang beim Frauenfußball-Erstliga-Aufsteiger Herforder SV, hält das HSV-Trikot in ihren Händen. Trainer Jürgen Prüfer und Vorsitzende Birgit Schmidt heißen sie willkommen. - © FOTO: WALTER DOLLENDOR
Mirza Julevic, Neuzugang beim Frauenfußball-Erstliga-Aufsteiger Herforder SV, hält das HSV-Trikot in ihren Händen. Trainer Jürgen Prüfer und Vorsitzende Birgit Schmidt heißen sie willkommen. | © FOTO: WALTER DOLLENDOR

Aufsteiger erhält Verstärkung

FRAUENFUSSBALL-BUNDESLIGA: Neue Spielerinnen für den Herforder SV

VON WALTER DOLLENDORF

Herford. Der Herforder SV will sich dauerhaft in der 1. Frauenfußball-Bundesliga etablieren. Dies betonten die Verantwortlichen Jürgen Prüfer (Trainer) und Birgit Schmidt (Vorsitzende) bei einer Pressekonferenz (PK) am Mittwoch in den Räumen der Sparkasse. Der HSV verpflichtete vier neue Spielerinnen und ist auf der Suche nach weiteren Verstärkungen.

Jürgen Prüfer hat seinen Vertrag als Trainer des HSV um zwei Jahr verlängert. "Die Tinte ist noch nicht trocken. Jürgen hat gerade unterschrieben", sagte Guido Möhlmann, der die PK moderierte. Schon nach dem Aufstieg hatte Prüfer gesagt, dass er sich Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen wünsche.

Gesagt, getan. Bereits vermeldet wurde die Verpflichtung der 22-jährigen Verteidigerin Alexa St. Martin. Die Amerikanerin kommt von der Georgetown University und sagte für zwei Jahre in Herford zu. Die anderen drei Spielerinnen sagten zunächst für ein Jahr zu und sind 24 Jahre alt. Torfrau Jennifer Martens kommt vom bisherigen Zweitliga-Rivalen Werder Bremen. Sie wird sich einen Konkurrenzkampf mit Laura Giuliani, Friederike Abt und Florentine Rudloff liefern. "Wir wollen auf der Torhüterinnen-Position kein Risiko eingehen. So wird und Friederike eventuell die gesamte Vorbereitung fehlen, wenn sie für die U-20-Weltmeisterschaft nominiert wird", sagt Jürgen Prüfer.

Mittelfeldspielerin Merza Julevic trug zuletzt das Trikot des VfL Sindelfingen, spielte davor für den SC Freiburg und durchlief alle deutschen Nationalmannschaften von der U 15 bis zur U 19. Zuletzt legte sie eine einjährige Pause ein und startet nun einen Neuanfang. In Freiburg spielte sie drei Jahre in der 1. Liga. Mit Sindelfingen stieg sie in die 1. Bundesliga auf. Nach dem Abstieg fiel die Sindelfinger Mannschaft dann auseinander. "Da ich aber beruflich in der Region gebunden war, wollte ich dort nicht weg und habe ein Jahr pausiert", sagte Merza Julevic, die montenegrinischer Abstammung ist. Sie zieht nun nach Herford und ist derzeit auf der Suche nach einer Halbtagsstelle.

Stürmerin Melissa Busque kommt aus Kanada, spielte dort bei verschiedenen Uni-Mannschaften. "Mit ihr waren wir uns schon im Winter einig. Sie wollte mit uns in die 1. Liga aufsteigen, aber im letzten Moment ist der Wechsel dann geplatzt", sagt Jürgen Prüfer.

Die Personalplanungen sind damit noch nicht abgeschlossen. Vor allem im Sturm will der HSV noch etwas tun, da mit Giustina Ronzetti eine Leistungsträgerin wegen ihres Kreuzbandrisses noch lange ausfallen wird. Allerdings sind dem HSV wegen des schmalen Budgets Grenzen gesetzt. "Wir haben bei einer Stürmerin aus der Bundesliga mitgeboten, wurden aber für unser Angebot belächelt", sagte die HSV-Vorsitzende Birgit Schmidt.

Prüfer lässt sich aber nicht verrückt machen. Er setzt auf den guten Teamgeist, mit dem sein kleiner Kader den Aufstieg schaffte. "Ich wäre auch mit elf, zwölf Spielerinnen in die Vorbereitung gegangen", sagt der Coach. Die Vorfreude auf die 1. Liga ist groß, wie Kapitänin Lena Hackmann betonte. "Obwohl ich zu den erfahrenen Spielerinnen gehöre, habe ich noch nicht 1. Liga gespielt. Uns allen ist klar, dass der Konkurrenzkampf größer wird."

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