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Tennistalent: Monika Gredzinski vom TC Herzebrock hat ein Stipendium von der Shorter State University in Rome, Georgia, bekommen. - © Henrik Martinschledd
Tennistalent: Monika Gredzinski vom TC Herzebrock hat ein Stipendium von der Shorter State University in Rome, Georgia, bekommen. | © Henrik Martinschledd

Herzebrock-Clarholz Monika Gredzinski bekommt Stipendium von US-Universität

Tennis: Die Herzebrockerin Monika Gredzinski hat ein Stipendium von der Shorter State University in Rome bekommen.

Uwe Kramme
12.11.2015 | Stand 11.11.2015, 17:09 Uhr

Herzebrock-Clarholz. Die Tests sind bestanden, die Videos angenommen, das Stipendium von der Shorter State University in Rome, Georgia, erteilt. Eigentlich könnte Monika Gredzinski ganz gelassen sein. Wo und wie sie die nächsten drei Jahre verbringt, ist perfekt organisiert. Die 18 Jahre alte Herzebrockerin ist aber aufgeregter denn je, obwohl die Zeit nach dem Abitur am Rhedaer Einstein-Gymnasium im Frühjahr aufwühlend genug war. "Wie ist das Leben in den USA? Wie läuft das an der Uni? Wie stark ist mein Team? Wie oft spielt es überhaupt und wann und wo und gegen wen?" Fragen über Fragen. Die junge Tennisspielerin kann den für Anfang Januar geplanten Abflug kaum noch erwarten. "Dann wird ein Traum wahr", sagt Monika Gredzinski, die im Sommer für den TC Herzebrock in der OWL-Liga aufgeschlagen hat. "Ich lerne Land und Leute kennen, komme in meinem Sport weiter und kann Betriebswirtschaft studieren, Wahnsinn." Trainer Thomas Niehaus hätte sie bestärkt, sich über Scholarbook um ein Stipendium zu bewerben, erzählt die selbstbewusste junge Dame. Dabei sei ihr gar nicht klar gewesen, welche Voraussetzungen sie erfüllen oder welche Spielstärke sie haben müsse. Doch es stellte sich heraus, dass sich die Tennistrainer an den US-Universitäten weniger für ihre Leistungsklasse - elf - oder bisherige Erfolge interessierten, als für ihre Videos. "Vorhand, Rückhand, Aufschlag, Ballwechsel", wir haben alles gefilmt und eingeschickt", berichtet Monika Gredzinski. Im weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens hätte sie in mehreren Tests ausreichende Englischkenntnisse und Allgemeinbildung für ein Studium nachgewiesen. Besonderen Wert legten die Auswerter aber auf ihr Profil. "Stärken, Schwächen, Erwartungen, die wollten alles wissen." Was sie zu sehen und zu lesen bekamen, muss ihnen gefallen haben. "Denn ich habe gut zwanzig Angebote bekommen", sagt Monika Gredzinski. In die engere Wahl kamen fünf, entschieden habe sie sich nach vielen Nachfragen für die Shorter University, weil die mit etwa 4.000 Studenten halbwegs übersichtlich sei. Den Ausschlag gab ein Gespräch mit dem Coach des Tennisteams. "Das hat in den letzten Jahren den Titel in der Division zwei gewonnen", erfuhr Monika Gredzinski. "Das ist eine regionale Liga. Aber was ist die Division eins?" Schon wieder eine Frage. Sicher sei, dass an jedem Tag zwei Stunden Tennis-Practice anstünden und nebenher Fitnesstraining. "Außerdem sind da noch die Studienkurse, ich fürchte, da kommt schön was auf mich zu." Zumindest im Semester von Januar bis Mai, wenn auch die Spiele sind. Danach hofft Monika Gredzinski nach Hause fliegen und für den TC Herzebrock spielen zu können. "Denn dort bin nach meinem Wechsel vom TC Am Schloss in Rheda vor zweieinhalb Jahren von Trainer Martin Stych und dem Vorsitzenden Christian Reckendrees sehr gefördert worden und dahin gekommen, wo ich jetzt bin und noch hin will."

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