Im abschließenden Test gegen die B-Junioren der JSG Lippstadt/Lipperbruch musste Melanie Ott wegen Knieproblemen ausgewechselt werden. Die 17-Jährige fehlt dem FSV Gütersloh damit für das Pokalspiel in Beelitz. - © FOTO: STEFFEN KASE
Im abschließenden Test gegen die B-Junioren der JSG Lippstadt/Lipperbruch musste Melanie Ott wegen Knieproblemen ausgewechselt werden. Die 17-Jährige fehlt dem FSV Gütersloh damit für das Pokalspiel in Beelitz. | © FOTO: STEFFEN KASE

Schwierige Situation

Fussball: Frauen-Zweitligist FSV Gütersloh im DFB-Pokal nach Beelitz

VON WOLFGANG TEMME

Gütersloh. Aus den USA hat Ex-Spielerin Lisanne Kleygrewe den FSV Gütersloh gestern via Facebook zur "Ice Bucket Challenge" herausgefordert. Möglicherweise weiß sie nicht, dass ihr altes Team sich in den letzten Tagen schon reichlich kalte Duschen abgeholt hat.

Sechs Niederlagen mit 9:41 Toren kassierten die Zweitliga- fußballerinnen innerhalb der Saisonvorbereitung – die letzte am Donnerstagabend mit 1:8 gegen die männlichen B-Junioren der SG Lippstadt/Lipperbruch. Am Sonntag soll den FSV-Frauen trotzdem der eiskalte Konter gelingen: Im DFB-Pokalspiel beim brandenburgischen Regionalligisten BW Beelitz (14 Uhr) geht es um sportlichen Erfolg und eine wertvolle Finanzspritze für das Erreichen der nächsten Runde.

Ralf Lietz ist trotz der ungünstigen Vorzeichen Optimist und versucht diese Einstellung auch auf die Mannschaft zu übertragen. "Wir werden eine gute Partie abliefern", ist der Trainer überzeugt. Zuversichtlich stimmt ihn die Entwicklung des Tests am Donnerstag: Nach dem 0:6-Pausenrückstand steigerte sich das auf mehreren Positionen veränderte FSV-Team, kam durch Birgitta Schmücker zum Ehrentor und kassierte nur zwei weitere Gegentreffer. "Das war unsere beste Halbzeit innerhalb der Vorbereitung", fand Lietz.

Der FSV-Coach redet aber auch nichts schön: "Wir haben eine schwierige Situation." Die vielen Gegentore nagen am Selbstvertrauen, gerade bei den vielen U18-Spielerinnen. "Wir machen sehr, sehr viele Fehler, die nur schwer erklärbar sind", sieht Ralf Lietz trotz der engagierten Vorbereitung noch viel Arbeit vor sich.

Leichter geworden ist die Situation des FSV am Donnerstag nicht. Nina Ehegötz (Leiste) und Melanie Ott (Knie), zwei Kandidatinnen für die Startelf, mussten wegen erneut auftretender Beschwerden früh- zeitig ausgewechselt werden und fallen für die Partie in Beelitz aus. Schlimmer noch: Mit Franziska Bröckl (20) erklärte eine Spielerin ihren Abschied, auf deren Verbleib der FSV sehr gehofft hatte. Die frühere U19-Nationalspielerin beginnt im Oktober ein Studium der Sportwissenschaft an der Ruhr-Universität in Bochum und wechselt zum Süd-Zweitligisten VfL Bochum. Nach zweieinhalb Jahren beim FSV gönnte ihr Lietz am Donnerstag noch einmal fünf Minuten Spielzeit in der Tönnies-Arena.

Dass personeller Bedarf besteht, ist klar, zumal auch Pauline Brandis (Hüftprobleme) und Katharina Bödeker (ab Oktober Polizeiausbildung in Oranienburg) aus dem Kader gestrichen werden müssen. "Ich habe keine Anzeichen, dass sich etwas tut", erklärte Lietz aber. Am Sonntag kann er immerhin noch auf Bödeker bauen.

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